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Tarifabschluss für Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe in Berlin …

Tarifabschluss für Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe in Berlin und Brandenburg (214)

28.10.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat jetzt mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) einen neuen Entgelttarifvertrag für die Berliner und Brandenburger Beschäftigten in der Wach- und Sicherheitsbranche abgeschlossen. Es konnten für die Beschäftigten Lohnerhöhungen zwischen 3,49 und 6,07 Prozent erzielt werden, von denen besonders die unteren Lohngruppen profitieren. „Beide Seiten sind harte Kompromisse eingegangen, das Ergebnis kann sich aber insbesondere unter den aktuellen Rahmenbedingungen mehr als sehen lassen. Wir haben für die Beschäftigten gute Entgeltsteigerungen erreichen können. Auch profitieren Beschäftigte durch die Erweiterung des Nachtzuschlages“, so Benjamin Roscher, ver.di-Verhandlungsführer.

Der neue Tarifvertrag gilt ab dem 1. Januar 2021 und läuft zwei Jahre. Unter diesen Tarifvertrag fallen in der Region Berlin-Brandenburg mehr als 20.000 Beschäftigte.

Im Einzelnen beinhaltet der Tarifabschluss eine Verlängerung des Zuschlagszeitraums für Nachtarbeit in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6:00 Uhr um eine Stunde. Außerdem wurde vereinbart, die Arbeitszeit für Angestellte und Festlohnempfänger um fünf Stunden pro Monat bei vollem Lohnausgleich  zu verkürzen. Derzeit beträgt die Arbeitszeit noch 173 Stunden/monatlich, künftig wird sie daher auf 168 Stunden/Monat sinken. Auch die Auszubildendenvergütung wird um monatlich insgesamt 100,00 Euro verteilt auf zwei Jahre (50,00 € + 50,00 €) erhöht. Die von der Pandemie besonders hat getroffenen Unternehmen im Bereich des Veranstaltungsschutzes bekommen die Möglichkeit, einen Haustarifvertrag zur Verschiebung der Entgelterhöhung dieses Tarifvertrages abzuschließen. Der Abschluss steht unter einem Erklärungsvorbehalt bis zum 20. November 2020.

Die Beschäftigten wahren die Sicherheit von Unternehmen, in Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Sie bewachen Einkaufszentren, Geflüchtetenunterkünfte und den öffentlichen Nahverkehr, sie werden am Bundestag, in der amerikanischen Botschaft oder auch am Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrums eingesetzt, außerdem werden sie vielfach bei Veranstaltungen eingesetzt, andere sind im Personenschutz und bei Detekteien tätig.

Für Rückfragen:
Benjamin Roscher, ver.di-Fachbereichsleiter Besondere Dienstleistungen, Berlin-Brandenburg, Tel: 030 / 8866-4477, mobil: 0151 / 236 168 89.

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