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(134) 12.06.2019

Warnstreik bei der AWO Berlin  

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft alle Beschäftigten der Tarifgemeinschaft der Berliner AWO-Gliederungen, konkret den AWO Landesverband, die AWO Kreisverbände Spandau, Südost, Südwest, Mitte und Spree-Wuhle e.V. sowie AWO pro:mensch am 13./14. sowie am 17. Juni 2019 zu einem dreitägigen Warnstreik auf. Anlass sind die bislang in drei Runden ergebnislosen Tarifverhandlungen für die rund 1.800 Berliner AWO-Beschäftigten. Durch den Warnstreik kann es ab Donnerstag zur Schließung von Kitas und anderen Einrichtungen der AWO Berlin kommen.  

Mit dem Warnstreik machen die Beschäftigten deutlich, dass sie mit dem bisherigen Arbeitgeber-Angebot nicht einverstanden sind. ver.di fordert die Anpassung der derzeitigen Entgelttabellen auf das aktuelle Niveau des Tarifvertrages der Länder (TV-L). Die Angebote der Arbeitgeberseite sind so gering, dass sich die Gehaltslücke zu vergleichbaren Beschäftigten des Landes Berlin vergrößern würde. Zum Beispiel erhält ein/e Erzieher/in bei der AWO (Entgeltstufe 8, Endstufe) 3052,27 € monatlich. Nach dem TV-L Berlin würde sie 3.379,70 € erhalten, was einer Differenz von 327,43 € im Monat entspricht. „Die Beschäftigten der AWO in Berlin sind nicht mehr bereit, diese Ungleichbehandlung hinzunehmen. In diesem Jahr wird die AWO 100 Jahre alt – es ist Zeit, dass die AWO dann auch wieder 100 Prozent des TV-L Niveaus für die gute Arbeit der Beschäftigten, die sie für die öffentliche Daseinsvorsorge erbringen, zahlt“, so Meike Jäger, ver.di-Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin.  

Die Tarifkommission zeigt sich verwundert, dass die Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen immer wieder betont, dass das Senatsziel der Angleichung der Gehälter bei freien Trägern, im konkreten Aushandlungsprozess mit dem Land als Kostenträger, nicht umgesetzt wird. Andererseits wurde bisher aber auch das Angebot von ver.di, gemeinsam mit den AWO Geschäftsführungen für die Verbesserung der Refinanzierungsbedingungen gegenüber dem Land Berlin aufzutreten, nicht aufgenommen. Meike Jäger hierzu: „Dieses Schwarze Peter-Spiel muss jetzt ein Ende haben. Wir erwarten in dieser Tarifauseinandersetzung auch eine klare Positionierung der zuständigen Senatsverwaltungen und zügige Umsetzung der eigenen Beschlusslage auf der Arbeitsebene!“  

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 17. Juni 2019 statt. Beim AWO-Landesverband e.V. mit seiner 100prozentigen Tochter AWO pro:mensch sowie den Kreisverbänden Spandau, Südost und Südwest, Mitte und Spree-Wuhle sind zusammen ca. 1.800 Beschäftigte tätig, die im Bereich der Daseinsvorsorge, zu der u. a. Kitas, diverse Beratungsstellen, Betreuungseinrichtungen für Flüch-tlinge, psychisch Kranke oder Kinder-/Jugendliche gehören, eingesetzt sind. Aufgerufen werden die Beschäftigten der AWO-Gliederungen ab Beginn der Frühschicht am 13. Juni bis zum Ende der Spätschicht am 14. Juni sowie von Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht am 17. Juni 2019.  

Pressehinweis: Für Donnerstag, den 13. Juni 2019, ist eine Kundgebung vor der Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59, 10179 Berlin Mitte um 10:00 Uhr geplant.  

Für Freitag, den 14. Juni 2019, ist eine Kundgebung vor der AWO-Geschäftsstelle Spree-Wuhle e.V, Rigaer Straße 55b, 10247 Berlin Friedrichshain ab 9:45 Uhr geplant. Von dort führt ein Demonstrationszug zur folgenden Kundgebung vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Bernhard-Weiß-Straße 6, 10178 Berlin Mitte. Diese ist um ca. 13 Uhr geplant.  

Für Montag, den 17. Juni 2019, ist eine Kundgebung vor der Einrichtung „Spukvilla“, in der Albrechtstraße 110, 12103 Berlin Tempelhof ab ca. 8:30 Uhr geplant. Dies ist auch der Ort der vierten Verhandlungsrunde.  

Zu diesen Kundgebungen werden auch Eltern und Kinder anwesend sein. Es gibt dort die Mög-lichkeit mit allen Beteiligten zu sprechen.  

Für Rückfragen:
Meike Jäger, Landesbezirksfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin, Tel: 030 / 8866 5250/51, mobil: 0170 / 79 48 197, meike.jaeger@verdi.de oder Josephine Roscher, zuständige Gewerkschaftssekretärin, Tel: 030 / 8866 5252, mobil: 0151 / 14 38 55 38, josephine.roscher@verdi.de.

 

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