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Geplante Ausgliederung bei Vivantes: ver.di Protestaktion am 23. September 2014

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Pressemitteilung vom 22.09.2014

Für Dienstag, den 23. September 2014 ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des Klinikkonzerns Vivantes zu einer Protestaktion gegen geplante Ausgliederungen in der Zeit von 13:00 – 15:00 Uhr vor der Klinikzentrale in der Aroser Allee 72 - 74 auf. An diesem Tag findet die Aufsichtsratssitzung des Klinikkonzerns statt. Der wichtigste Tagesordnungspunkt ist die Abstimmung über die Ausgliederungen der therapeutischen Dienste, der Bereiche Facility Management, Einkauf und Logistik sowie des Patientenbegleitservices in Tochtergesellschaften.

Nach Einschätzung von ver.di gibt es auf Arbeitgeberseite nur wenig Bereitschaft, sich ernsthaft Gedanken über qualitätsverbessernde Maßnahmen oder Angebotserweiterungen und somit über Alternativen zur Ausgliederung zu machen. Diese scheint beschlossene Sache zu sein – der Aufsichtsratsbeschluss nur noch eine Formalität. Damit wird deutlich: Die angeblich bis 2017 drohende finanzielle Schieflage des Unternehmens soll erneut durch Einsparungen auf Kosten der Belegschaft verhindert werden. Durch Überführung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmenstöchter sollen die Gehälter in den Bereichen therapeutische Dienste, Einkauf, Service, Logistik, Patientenbegleitservice, Reinigung auf ein „marktkonformes“ Niveau dauerhaft abgesenkt werden. Für Alt-Beschäftigte würde sich ihre Einkommenssituation perspektivisch erheblich verschlechtern und neue Mitarbeiter müssten mit deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen rechnen. Janine Balder von ver.di dazu:     Die fortschreitende Spaltung der Belegschaft lässt erkennen, dass bei Vivantes - dem größten kommunalen Krankenhauskonzern Deutschlands - wertschätzender Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine besondere Priorität hat. Wir befürchten, dass diese Zersplitterung des Unternehmens in viele kleine Einheiten auch mit Qualitätsverlusten für die Patienten einhergehen wird.“

Die Beschäftigten der Vivantes GmbH haben durch langjährigen Lohnverzicht die Existenz und die Sanierung des Konzerns erst ermöglicht. Sie sind nicht länger bereit, erneut durch Lohnverzicht und fortschreitende Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen für die mangelnde Investitionsförderung des Landes Berlin zu bezahlen. „Wir werden mit den Beschäftigten und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpfen, die geplanten Ausgliederungen abzuwenden“, sagt Gewerkschaftsekretärin Janine Balder.

Für Rückfragen:

Janine Balder, zuständige Gewerkschaftssekretärin im ver.di-Fachbereich Gesundheitswesen, mobil: 0151 / 12 15 83 62.

 

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