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AWO-Demo am 14. November (204)

AWO-Demo am 14. November (204)

11.11.2019

Am kommenden Donnerstag, dem 14. November 2019 werden Berliner AWO-Beschäftigte unter dem Motto „100 Jahre AWO – 100% TV-L: Refinanzierung von 100% TV-L für die Berliner Arbeiterwohlfahrt“ demonstrieren. Zu der Aktion rufen die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Berliner Arbeiterwohlfahrt gemeinsam auf. Die Demonstrierenden treffen sich ab 14.00 Uhr am Lustgarten und werden dann zunächst zum Roten Rathaus ziehen, wo gegen 14.45 Uhr eine erste Kundgebung stattfinden wird. Anschließend geht der Demozug zur Senatsverwaltung für Finanzen, wo gegen 15.30 Uhr eine weitere Kundgebung abgehalten wird. Gegen 16.00 Uhr wird die Veranstaltung, zu der ver.di und AWO mehrere hundert Beschäftigte erwarten, beendet sein.

 Anlass für diese Demo sind die inzwischen deutlichen Gehaltsunterschiede zwischen den freien Trägern und dem öffentlichen Dienst. Beschäftigte im Öffentlichen Dienst erhalten durch den Tarifabschluss für die Länder 2019 deutlich mehr Geld. ver.di und AWO vertreten die Ansicht, dass die frei-gemeinnützigen Träger in die Lage versetzt werden müssen, vergleichbare Arbeitsbedingungen wie im Öffentlichen Dienst zu schaffen, wozu insbesondere die Gehälter und Eingruppierungsstrukturen gehören. Nur so können sie wettbewerbsfähig bleiben und ihren Beschäftigten gleiches Geld für gleiche Arbeit anbieten. Die AWO zahlt nach Tarif und die Arbeitgeberseite und ver.di haben in der letzten Tarifeinigung vor der Sommerpause 2019 vereinbart, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass die Refinanzierung und der Lückenschluss zu 100 Prozent gelingen.

 „Die unvermindert hohe Streikbeteiligung bei den AWO Tarifauseinandersetzungen in den letzten Tarifrunden hat gezeigt, dass enormer Druck auf dem Kessel ist. Die Beschäftigten sind es leid, als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zweiter Klasse in der Daseinsvorsorge behandelt zu werden. Nun sind Senat und Abgeordnetenhaus gefragt. Wir erwarten im nächsten Haushalt konkrete Lösungsvorschläge, wie der Lückenschluss auf 100% TV-L in der kommenden Haushaltsperiode geschafft werden kann“, fordert Meike Jäger, ver.di-Fachbereichsleiterin.

 Die AWO Berlin hat rund 2.100 Beschäftigte in den Kreisverbänden, Gesellschaften und dem Landesverband. Sie unterhält zahlreiche Beratungsstellen für Migranten, Schuldnerberatung, Tagespflegen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Kindertagesstätten. Von der Aktion am 14. November sind auch die rund 40 AWO- Kitas betroffen. Die Einrichtungen schließen am 14.11. ab 13 Uhr, damit Mitarbeitende an der Demonstration teilnehmen können. Notbetreuungen werden einrichtet. Einige Kitas, wie die Kitas des KV Spree-Wuhle schließen jedoch komplett.

 Für Rückfragen:

Meike Jäger, ver.di-Fachbereichsleiterin, Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, mobil: 0170 – 79481 97.

 

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