Pressemitteilungen

Tarifrunde Einzelhandel

Handel

Tarifrunde Einzelhandel

(156) 04.07.2019

Tarifrunde Einzelhandel Berlin und Brandenburg: ver.di: Beschäftigte im Einzelhandel brauchen deutlich mehr Geld  

Die ver.di-Tarifkommissionen für Berlin und Brandenburg fordern 6,5 Prozent mehr im Monat für die rund 141.000 Beschäftigten in der Hauptstadt und die 84.000 Beschäftigten in Brandenburg. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional um 100 Euro steigen. Nur auf diese Weise könne der Ausbildungsberuf wieder attraktiver werden.  

In der Tarifverhandlung mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg am Freitag, den 05.07.2019 wird ver.di ihre Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld mit einer notwendigen Beteiligung der Beschäftigten an den satten Umsatzsteigerungen im Einzelhandel von mehr als 3 Prozent aus dem vergangenen Jahr begründen. ver.di erwartet bereits in dieser Runde ein verhandlungsfähiges Angebot.  

„Nur mit den Beschäftigten gibt’s ein gutes Geschäft im Einzelhandel! Sie sind es, die täglich Kundinnen und Kunden bedienen, beraten und für volle Regale sorgen. Deshalb muss sich die positive Umsatzentwicklung des Einzelhandels auch spürbar auf die Einkommen der Beschäftigten auswirken. Sie bestreiten schließlich ihren Lebensunterhalt von ihrer Arbeit und müssen etwa bei Mieten oder Pauschalreisen mit Kostensteigerungen von mehr als 6 Prozent rechnen, also mit deutlich mehr als die durchschnittliche Teuerungsrate von mehr als 1,5 Prozent vermuten lässt“, erklärt Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin in Berlin und Brandenburg.  

In dieser Tarifrunde fordert ver.di 6,5 Prozent, mindestens 165 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber hinaus wird die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge des Einzelhandels gefordert. Dies hätte zur Folge, dass die Tarifverträge für alle Unternehmen und alle Beschäftigten der Branche verbindlich gelten würden. Auf diese Weise kann der zerstörerische Konkurrenzkampf über Arbeitsbedingungen beendet werden. Allgemeingültige Spielregeln innerhalb der Branche stellen die Personalkosten wettbewerbsneutral und verhindern Dumpinglöhne, die zu Armut im Alter führen.  

Für Rückfragen: Erika Ritter, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel, mobil 0172 / 3977 100. 

 

 

Pressekontakt

Pressestelle
ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Pressesprecher/in: Dr. Andreas Splanemann
Köpenicker Str. 30
10179 Berlin
presse.bb@verdi.de
Tel.: 030/8866-4111
Fax: 030/8866-4905