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ver.di Kampagne „Freie Träger Faire Löhne“

Gesundheitswesen, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

ver.di Kampagne „Freie Träger Faire Löhne“

(85) 16.06.2021

Die Kampagne „Freie Träger, Faire Löhne“ lädt zu einer Fahrraddemo am kommenden Sonnabend, dem 19. Juni 2021 um 13:30 Uhr in die Rathausstraße 15 (Rotes Rathaus, Berlin-Mitte) ein. Vor dem Roten Rathaus findet die Auftaktkundgebung statt und wird unter anderem auch in der Kollwitzstraße vor dem Sitz der Paritätischen Tarifgemeinschaft eine Zwischenkundgebung abhalten. Die gemeinsame Abschlussaktion findet vor dem Sitz der Geschäftsführung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg in der Wallstraße statt.

Die Aktionen eignen sich auch sehr gut für eine Bildberichterstattung.

Seit Jahren kämpfen und streiken Beschäftigte der Sozial- und Erziehungsdienste bei freien Trägern für die Aufwertung ihrer Arbeitsbedingungen und tarifliche Lohnangleichung an den öffentlichen Dienst. Mit über 100.000 Beschäftigten zählen sie zu einer der größten Berufsgruppen in der Stadt Berlin. „Im Jahr der Abgeordnetenhauswahlen in Berlin und der Tarifrunde der Länder möchten wir dafür sorgen, dass dieses Jahr zum Jahr der Aufwertung unserer Arbeit wird“, sagt Christiane Kempe, Sozialarbeiterin beim AWO-Landesverband.

„Die Berliner Politik hat schon lange zugesagt, dass die Gelder für die Refinanzierung des Tarifvertrages für die Länder bei den freien Trägern bereitstehen! Der politische Wille wurde klar formuliert, doch wo bleibt die Umsetzung durch Politik und Arbeitgeber?“, führt sie fort. Deshalb gehen die Beschäftigten von zahlreichen freien Trägern mit ihren Unterstützern am 19. Juni auf die Straße und wollen mit einer Fahrraddemo lautstark auf ihre Situation aufmerksam machen. Dabei werden nicht nur Redebeiträge gehalten, sondern auch kreative Szenen aus dem Berufsalltag präsentiert und am Ende eine gemeinsame Postkarten- und Ballonaktion durchgeführt. „Am 19. Juni gehen wir auf die Straße, um einzufordern, was uns zusteht und was unsere Arbeit Wert ist“, ergänzt Steffi Löhr, Lebenskundelehrerin vom Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg.

„Die Beschäftigten der freien Träger der Sozialen Arbeit halten unsere Stadt zusammen. Auch in Krisenzeiten sorgen wir für eine sichere soziale Versorgung: Wir stellen den Notbetrieb in Kitas sicher, erhalten die Pflege aufrecht, betreuen Obdachlose, unterrichten Kinder in humanistischen Werten, suchen Jugendliche auf der Straße auf und vieles mehr. Überdurchschnittlich viele von uns sind Frauen, die oft in der eigenen Familie noch Sorgearbeit organisieren müssen und am Ende ihres Arbeitslebens selbst von Armut bedroht sind“, führt sie weiter aus.

Ansprechpartner der Kampagne für die Presse:

Ivo Garbe, ver.di-Gewerkschaftssekretär, mobil: 0151 / 520 16 526, Mail: ivo.garbe@verdi.de, Homepage: http://freietraegerfaireloehne.de/, Twitter: @FaireFreie

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