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    Zweiter Streiktag bei der Charité Facility Management (119)

    Zweiter Streiktag bei der Charité Facility Management (119)

    07.07.2020

    Am heutigen Dienstag, dem 7. Juli 2020 wurde der gestern begonnene Streik bei der Charité Facility Management (CFM) fortgesetzt. An den Charité-Standorten beteiligten sich während der Frühschicht mindestens 350 Beschäftigte. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die CFM-Beschäftigten zum Streik an allen Standorten der Klinik aufgerufen, weil Tarifverhandlungen zum erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages bislang zu keinem Ergebnis geführt haben. Bis heute Nachmittag haben die Arbeitgeber nicht mit einem verbesserten Verhandlungsangebot auf den ver.di-Streik reagiert. Durch den Streik kam es jedoch zu Störungen u.a. beim Krankentransport, der OP-Versorgung, bei der Reinigung und Logistik. An einem Standort hat ein leitender Angestellter aus der Unternehmensführung mit dem Versprechen, einen Euro pro Stunde mehr zahlen zu wollen, versucht, Reinigungskräfte vom Streik abzuhalten.

    ver.di will erstmals einen Tarifvertrag für die CFM vereinbaren, der sich am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) orientiert. Außerdem will ver.di einen Manteltarifvertrag abschließen, der u.a. eine einheitliche Urlaubsregelung- 30 Tage Urlaub für alle – und einheitliche Regelungen zur Arbeitszeit enthalten soll.

    „Wir sind gesprächsbereit und würden bei einem verbesserten Angebot der Arbeitgeber gerne wieder verhandeln. Die Arbeitgeberseite hat es in der Hand, den Streik zu beenden. Kommt kein verbessertes Angebot, wird der Streik wie angekündigt bis zum Beginn der Frühschicht am kommenden Sonnabend fortgesetzt“, sagte Marco Pavlik, ver.di-Verhandlungsführer und Streikleiter.

    Die CFM war ursprünglich eine Ausgründung aus der Charité mit dem Ziel, Lohn- und Sozialdumping zu betreiben. Jahrelang war die Billigtochter CFM ein Public-Private-Partnership-Projekt und tariflos. Die CFM ist seit dem 1. Januar 2019 wieder eine 100prozentige Tochter der Charité. Die CFM beschäftigt rund 2.500 eigene Beschäftigte, die von den Tarifverhandlungen und dem Konflikt betroffen sind. Außerdem arbeiten bei der CFM auch gestellte Mitarbeiter/innen, die allerdings organisatorisch zur Charité und dem dort geltenden Tarifvertrag gehören. Die CFM erbringt an den Charité-Standorten diverse technische und logistische Dienstleistungen, zu denen z.B. die Abfallentsorgung, Krankentransporte, Reinigung, Sterilisation und die gesamte Essensversorgung für die Patienten gehören.

    Für Rückfragen:
    Marco Pavlik, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär für die CFM, mobil: 0170 / 20 33 993.

     

    Pressekontakt

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    ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
    Pressesprecher/in: Dr. Andreas Splanemann
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    presse.bb@verdi.de
    Tel.: 030/8866-4111
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