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(1) 03.01.2019

Geld und Wertdienste: Streiks in Berlin-Brandenburg werden auch am Donnerstag fortgesetzt

Am heutigen Mittwoch, dem 2. Januar 2019 haben – wie in vielen Betrieben bundesweit – auch in Berlin-Brandenburg Warnstreiks bei Firmen der Geld und Wertdienst-Branche begonnen. Beteiligt waren Beschäftigte der Firmen Prosegur in Potsdam und Ziemann in Berlin-Marzahn. Es hatten sich rund 190 Beschäftigte am Warnstreik beteiligt, rund 70 – 80 Prozent der Touren sind am heutigen Mittwoch ausgefallen.  Da diese Firmen für die Bargeldbelieferung von Geldautomaten in Berlin und Brandenburg zuständig sind, könnte es wegen des Warnstreiks zu Engpässen an den Automaten kommen. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen großen Unternehmen ist nicht gewährleistet. 

Am morgigen Donnerstag, dem 3. Januar 2019 wird der Warnstreik fortgesetzt, außerdem werden die Streikenden um 10.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Arbeitgeberverband (Friedrichstr. 149, Berlin-Mitte) abhalten. 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wert-Branche bundesweit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, da fünf Verhandlungsrunden  mit den Arbeitgebern ergebnislos blieben. Am 3. und 4. Januar werden die Tarifverhandlungen in Berlin fortgesetzt. 

ver.di fordert eine Erhöhung der Stundenentgelte um 1,50 €. Die Arbeitgeber bieten für den Transport-Bereich derzeit 0,40 € Erhöhung zum 1. Januar 2019 und weitere 0,40 € zum 1. Januar 2020 an. Das ist aus Sicht von ver.di viel zu wenig für eine derart gefährliche und körperlich anstrengende Tätigkeit. 

In Berlin-Brandenburg liegt der Stundenlohn derzeit bei 12,64 €. Die Beschäftigten der Branche kommen im Osten Deutschlands somit auf Monatslöhne, die im Bereich von etwa 1.800 bis 2.400 Euro (brutto) liegen. Zum Vergleich: Ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen erhalten bei gleicher Tätigkeit 2.200 bis 2.900 Euro (brutto) im Monat. 

Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. 

Für Rückfragen: Benjamin Roscher, ver.di-Fachbereichsleiter, mobil: 0151 / 23 61 68 89. 

 

 

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