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Anne Frank Zentrum

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Anne Frank Zentrum

(141) 13.09.2018

Sofortiger Warnstreik am Anne Frank Zentrum  

Die Mitarbeitenden des Anne Frank Zentrums legen heute die Arbeit nieder. Die Ständige Ausstellung bleibt am Donnerstag, 13.September.2018, geschlossen und pädagogische Programme werden nicht durchgeführt. Das Angebot des Vereinsvorstands in den laufenden Verhandlungen zu einem Tarifvertrag ist weiterhin ungenügend. Die Mitarbeitenden des Anne Frank Zentrums sehen sich deshalb zum Streik gezwungen, um die untragbaren Anstellungsbedingungen zu verbessern und damit auch die Qualität der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu sichern.  

In den Verhandlungen mit dem Vorstand des Anne Frank Zentrums fordern die Mitarbeitenden: Bezahlung nach Tarif für den öffentlichen Dienst. Anständige Bezahlung der freien Mitarbeitenden. Schluss mit Kettenbefristungen und klare Entfristungsregeln. Trotz inzwischen sechs Verhandlungsterminen hat der Vorstand in keinem dieser Punkte ein annehmbares Angebot unterbreitet. „Der Großteil der Belegschaft des Anne Frank Zentrums arbeitet in befristeten Verträgen mit kurzen Laufzeiten. Scheinbar ist eine langfristige Bindung der Mitarbeitenden an das Anne Frank Zentrum vom Vorstand nicht gewollt“, sagt André Pollmann, ver.di-Gewerkschaftssekretär. „Bisher gibt es überhaupt kein Angebot für Entfristungsregelungen.“  

„Wir freie Mitarbeitende leisten einen Großteil der pädagogischen Arbeit, unsere niedrige Bezahlung spiegelt das aber nicht wieder“, sagt Jona Meister. Sie selbst ist freie Mitarbeitende am Anne Frank Zentrum und Mitglied der Tarifkommission. In den Gesprächen äußere der Vorstand zwar immer wieder Wertschätzung für ihre pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gegen Antisemitismus und Rassismus. „Bisher hören wir allerdings nur warme Worte“, sagt Meister. „In den Honoraren drückt sich diese Wertschätzung unserer Arbeit leider nicht aus.“  

Am 19. September 2018 wird am Anne Frank Zentrum in Berlin (Rosenthaler Straße 39, in 10178 Berlin, Nähe Hackescher Markt) weiter verhandelt. Jona Meister sagt: „Wir streiken, um die Ernsthaftigkeit unserer Forderungen zu unterstreichen. Wir erwarten vom Vorstand, dass er uns ein annehmbares Angebot unterbreitet.“  

Für Rückfragen: André Pollmann, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Tel.: 0170 5748 540, andre.pollmann@verdi.de

 

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