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(130) 29.05.2019

Pflegekammer: Unterschriften gegen Pflichtmitgliedschaft und Zwangsbeitrag 

Mehr als 2.850 Pflegefachkräfte aus Brandenburger Kliniken und der stationären und ambulanten Pflege im Land Brandenburg haben sich an einer von ver.di initiierten Unterschriftensammlung gegen eine Pflichtmitgliedschaft und gegen einen Zwangsbeitrag in einer Pflegekammer beteiligt. Die Unterschriftenlisten wurden am heutigen Mittwochvormittag, dem 29. Mai 2019 an die Ausschussvorsitzende vom Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Frau Sylvia Lehmann (SPD) im Potsdamer Landtag übergeben. 

Bereits im Jahr 2018 hatten sich 1.690 Pflegefachkräfte von insgesamt 54.000 Pflegekräften im Land Brandenburg an einer Befragung des Landes zur Pflegekammer beteiligt. Zur Bewertung wurden 1.224 Stimmabgaben repräsentativ ausgewählt. Eine Mehrheit davon hatte sich bei dieser Befragung zwar für eine Pflegekammer aber gleichzeitig gegen einen Pflichtbeitrag ausgesprochen. Rund dreiviertel der Befragten waren überzeugt, dass die Pflegekammer bei den entscheidenden Themen Entlohnung und Personalmangel keinen Einfluss hat. „Jetzt ist die Landesregierung gefordert, eine andere Form der berufsfachlichen Vertretung abseits der Pflegekammer zu finden“, so Meike Jäger, die Leiterin des ver.di-Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienst, Wohlfahrt und Kirchen in Berlin und Brandenburg. 

„Die mehr als 2.850 Unterschriften, die binnen fünf Wochen gesammelt wurden, machen deutlich, dass die Beschäftigten in der Pflege keine Zwangsverkammerung des Pflegeberufes wollen“, so Ralf Franke von der Gewerkschaft ver.di im Land Brandenburg. Ralf Franke verweist auf die „Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern“, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Mitgliedschaft in der Vereinigung der Pflegenden in Bayern ist für die Pflegefachkräfte im Freistaat Bayern freiwillig. 

Für Rückfragen: Ralf Franke, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, mobil: 0171 / 86 73 550.

 

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