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Holding Oranienburg

Ver- und Entsorgung

Holding Oranienburg

(118) 28.06.2018

ver.di kritisiert geplante Gründung der Holding Oranienburg 

Im Jahr 2016 entstand der Plan der Stadt Oranienburg, die Oranienburg Holding GmbH zu gründen. Die Gesellschaften für Wohnungsbau (WoBa GmbH), Tourismus (TKO gGmbH), Stadtservice (SOG GmbH) und Stadtwerke (SWO GmbH) sollen teilweise integriert werden. Am 02. Juli 2018 soll nun die Stadtverordnetenversammlung (SVV) den Gesellschaftervertrag beschließen und die Oranienburg Holding GmbH zum 01. Januar 2019 entstehen lassen. Es ist beabsichtigt, dass 35 Beschäftigte aus den Gesellschaften auf die Holding übergehen. 

Für die politisch Verantwortlichen scheinen alle finanziellen und organisatorischen Fragen geklärt. Die Betriebsräte der betroffenen Gesellschaften sowie die zuständige Gewerkschaft ver.di haben weiterhin dringend zu klärende Fragen und sehen erhebliche Probleme auf die Beschäftigten zukommen. 

„Was passiert mit den Beschäftigten, die in diese Holding übergehen, wie geht es weiter mit denen, die in den Gesellschaften verbleiben“, fragt Ellen Naumann, ver.di Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung und merkt kritisch an, dass die Politik hier bisher ihre Hausaufgaben nicht gemacht habe. Es habe den Anschein, dass sich die Stadtverordnetenversammlung ausführlicher mit der Größe, Sitzverteilung des Aufsichtsratsgremiums sowie den Tantiemen beschäftige, als ernsthaft daran interessiert zu sein, wie eine sichere Perspektive für die Beschäftigten aussehen müsse, so die Gewerkschafterin weiter. 

In der Vergangenheit war beabsichtigt, auch Beschäftigte der Stadtverwaltung in die Holding zu integrieren, hiervon sei man richtigerweise abgekommen. „Wie erfolgreich die jetzt geplante Holding überhaupt noch sein kann, ist fraglich. Die Stadtverordneten sollten besser entscheiden, die Holding ganz aufzugeben“, fordert Ellen Naumann von ver.di weiter. 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordere alle Stadtverordneten auf, vor Abschluss eines Gesellschaftsvertrages eine gesicherte Überleitung für die Kolleginnen und Kollegen zu erarbeiten. Für über 85 Prozent der betroffenen Beschäftigten bedeute die geplante Anwendung des Tarifvertrages Öffentlicher Dienst (TVöD) eine deutliche Verschlechterung ihrer Arbeitsverhältnisse bis hin zu 20 Prozent Gehaltseinbußen. „Ohne eine verbindliche Klärung für die Beschäftigten darf es keine Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung geben“ so Gewerkschafterin Naumann. Sie plädiert für eine Verschiebung der Entscheidung sowie klare positive Aussagen der Politik gegenüber den Beschäftigten. 

Pressehinweis: Beschäftigte aus den betroffenen Gesellschaften und die Gewerkschaft ver.di werden an der SVV am 02. Juli 2018 um 17 Uhr in Oranienburg teilnehmen.

Für Rückfragen:
Ellen Naumann, ver.di-Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung Berlin Brandenburg, mobil 0175 / 587 16 37  sowie Lydia Arndt, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin, ver.di Bezirk Potsdam-Nordwestbrandenburg, mobil: 0170 /57 48 574.

 

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