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(199) 23.07.2015

Ab heute unbefristeter Kino-Streik im Babylon Berlin 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die 15 Beschäftigten der Kino Babylon Berlin GmbH am Rosa-Luxemburg-Platz in 10178 Berlin ab heute Donnerstag, dem 23. Juli 2015 ab 16:00 Uhr zur unbefristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen. "Diese Aktion ist notwendig, weil die Geschäftsleitung trotz der bisher erfolgten Warnstreiks und der nun im Doppelhaushalt beschlossenen Zuwendung des Berliner Senats von jährlich 361.500 Euro ab 2016 kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat" so Andreas Köhn, ver.di Verhandlungsführer. ver.di hat auch den Kulturstaatssekretär Tim Renner in einem Schreiben aufgefordert, die finanzielle Zuwendung an die Umsetzung des für kommunale Kinos maßgebenden Tarifvertrages zubinden. Eine Antwort steht bisher aus. "Es kann nicht sein, dass Steuergelder in ein Privatkino fließen, das Dumpinglöhne zahlt" so Köhn weiter. 

Anlass ist eine Tarifauseinandersetzung. Seit fünf Jahren gab es im Bereich der Filmvorführer (Stundenlohn 9,03 Euro) keine Entgelterhöhung mehr. Lediglich der Stundenlohn für Platzanweiser u.a. wurde zum 01. Januar 2014 auf den jetzt geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro erhöht. Gleichzeitig sind die Eintrittspreise und die Preise für Einmietung in diesem Zeitraum um teilweise 20 Prozent gestiegen. Auch die Anzahl der Besucher hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. 

Zum 31. Dezember 2014 kündigte ver.di den bestehenden Tarifvertrag und forderte die Geschäftsführung zu Tarifverhandlungen auf. Es haben zwei ergebnislose Verhandlungsrunden stattgefunden, der Arbeitgeber hat bislang kein substantielles Angebot vorgelegt. Er vertröstete die Beschäftigten auf eine mögliche Entgelterhöhung ab 1. Januar 2016, weil nach seiner Aussage aus eigenen Mitteln kein Spielraum vorhanden sei. "Dies ist kein Angebot, sondern ein ungedeckter Scheck in die Zukunft" so Köhn. 

Für Rückfragen: Andreas Köhn, Fachbereichsleiter Medien, mobil: 0170 – 243 50 32.

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