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Groß- und Außenhandel

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Groß- und Außenhandel

(124) 16.05.2019

Groß- und Außenhandel: Erste Verhandlungsrunde ergebnislos  

Die erste Verhandlungsrunde für den Allgemeinen Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg ist ergebnislos geblieben. Die Arbeitgeber boten 2,0 Prozent  Einkommensverbesserung in 2019 und weitere 0,5 Prozent in 2020 für 24 Monate Laufzeit. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber sollen für diese Minianhebungen auch noch betriebliche Vereinbarungen zur Verschiebung oder Absenkung getroffen werden können.  

Dieses Angebot erfolgte nach der Diskussion der ökonomischen Rahmenbedingungen der Branche, in der ver.di dargelegt hatte, wie prächtig sich Umsatz- und Gewinnentwicklung im Groß- und Außenhandel darstellen. „Dieses viel zu niedrige Angebot bedeutet für die Beschäftigten Reallohnverluste“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Erika Ritter. Angesichts der hervorragenden Gewinnentwicklung in den Betrieben ist dieses Angebot absolut inakzeptabel und eine Provokation gegenüber den Beschäftigten, die eine angemessene Honorierung ihrer großartigen Leistungen erwarten und reale Lohnsenkungen nicht hinnehmen werden.  

ver.di machte insbesondere auf die Folgen für die Gewinnung von Auszubildenden und jungen Nachwuchskräften aufmerksam, die sich bei einem solchen Angebot besser bezahlte Jobs in anderen Branchen suchen würden. Ablehnung und keinerlei Angebot hatten die Arbeitgeber zu den ver.di Forderungen nach Streichung der nicht belegten Einstiegsgruppen im Lohn- und Gehaltsgefüge, nach der Beantragung der Allgemeinverbindlicherklärung der Tarifverträge und zur Forderung nach einem Mitgliedervorteil für ver.di-Mitglieder.  

„Ein Angebot, das so wenig mit der tatsächlichen Entwicklung in der Branche zu tun hat und sich von bereits in anderen Branchen 2019 abgeschlossenen Tarifverträgen deutlich nach unten absetzt, ist nicht verhandelbar. Ver.di erwartet eine deutliche Verbesserung des Arbeitgeber-Angebots am nächsten Verhandlungstag, dem 21. Juni 2019“, so Ritter weiter. Bis dahin wird ver.di in intensive Gespräche mit den Beschäftigten in den Betrieben antreten und mit ihnen die gebührende Antwort abstimmen.  

Für Rückfragen: Erika Ritter, ver.di Verhandlungsführerin, mobil: 0172 / 39 77 100.

 

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