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Studentische Beschäftigte

Bildung, Wissenschaft und Forschung

Studentische Beschäftigte

(104) 11.06.2018

Längster Streik der studentischen Beschäftigten geht in die zweite Woche  

Nach der ersten Woche des 14-tägigen Streiks der studentischen Beschäftigten ziehen die Gewerkschaften ver.di und GEW Berlin eine positive Zwischenbilanz. Hunderte Tutorien fielen aus, Bibliotheken und Serviceeinrichtungen mussten ihre Öffnungszeiten einschränken. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 9.6. trugen die Streikenden ihren Protest in eine Reihe von Veranstaltungen. So musste die Eröffnungsveranstaltung an der FU Berlin abgebrochen werden. Kern der Auseinandersetzung ist weiterhin die zukünftige Ankopplung der studentischen Beschäftigten an die Tarifentwicklung der übrigen Hochschulbeschäftigten.  

Tom Erdmann, Verhandlungsführer und Vorsitzender der GEW Berlin: „Unsere Mitglieder haben in der vergangenen Woche und auch im Mai gezeigt, wie wichtig ihnen eine gerechte Lohnentwicklung ist. Wir halten den Druck aufrecht und fordern die Hochschulen auf, ein verbessertes Angebot vorzulegen. Mit jeder weiteren Streikwoche werden die Folgen schwerwiegender, weil der Semesterabschluss von tausenden Studierenden in Gefahr gerät. Die Hochschulleitungen tragen die Verantwortung dafür.“  

Matthias Neis, Verhandlungsführer für ver.di: „Wir hätten diese Zuspitzung gerne vermieden. Aber wenn die Hochschulleitungen nach einem Jahr Verhandlungen noch immer behaupten, studentische Beschäftigte seien keine Arbeitnehmer im eigentlichen Sinn, bleibt uns nichts Anderes übrig. Die Folgen unseres Streiks beweisen, wie zentral der Beitrag der studentischen Beschäftigten ist. Das muss endlich anerkannt werden und das heißt insbesondere: die gleiche Lohnentwicklung wie bei allen anderen Hochschulbeschäftigten.“  

Höhepunkt der zweiten Streikwoche wird eine große Demonstration am 13.6. vom Hohenzollernplatz zur TU Berlin sein, zu der neben der Tarifinitiative TVStud auch ein breites Bündnis von Studierendenorganisationen aufruft.  

Weitere Informationen zum Streikverlauf auf https://tvstud.berlin/megastreik/   

Für Rückfragen:
Matthias Neis, ver.di-Bundesverwaltung, Leitung Bundesarbeitsgruppen Hochschulen, Forschung, ABD - Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, Tel.-Nr.: 0175 / 268 61 82.

 

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