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Berliner Zoo und Tierpark

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Berliner Zoo und Tierpark

(81) 25.04.2017

Tarifverhandlungen Berliner Zoo und Tierpark – Warnstreiks beschlossen 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich in der ersten Verhandlungsrunde am 25. April 2017 nicht mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV Berlin) auf einen neuen Entgelttarifvertrag für die rund 450 Beschäftigten der zoologischen Gärten in Berlin einigen können. Die ver.di-Tarifkommission hat nun erste Warnstreiks beschlossen. 

ver.di fordert eine Bezahlung, vergleichbar mit anderen Zoologischen Gärten und damit ein Entgeltniveau des Tarifvertrages öffentlicher Dienst (TVöD) sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Derzeit verdient ein ausgebildeter Tierpfleger mit drei Jahren Berufserfahrung in Berlin 1.916,60 Euro, in vergleichbaren Einrichtungen anderer Städte sind es bis zu 600 Euro mehr. Die Arbeitgeberseite bietet bei sechs Nullmonaten und einer Laufzeit von drei Jahren jährliche Entgelterhöhungen zwischen 2,2 und 4,8 Prozent. Bei den Tierpflegern würde dies eine monatliche Steigerung um 230 Euro (brutto) bedeuten. Allerdings wollen die Arbeitgeber diese Erhöhung nur gewähren, wenn bisherige Besitzstände aufgelöst würden. Das bedeutet, dass mehr als zwei Drittel der Beschäftigten nur eine geringe bis gar keine Entgelterhöhung erhalten würden. 

„Jahrelang haben die Beschäftigten verzichtet, während der Arbeitgeber eine baldige Verbesserung der Gehälter versprach, doch bei Versprechungen ist es geblieben. Nun geht es darum, Gerechtigkeit herzustellen, notfalls durch Streik“, so Benjamin Roscher, der ver.di-Verhandlungsführer. 

Die Tarifverhandlungen werden am 9. Mai 2017 fortgesetzt, Warnstreiks sind nicht ausgeschlossen und werden kurzfristig bekannt gemacht. ver.di stellt selbstverständlich sicher, dass die Versorgung der Tiere auch während eventueller Aktionen gewährleistet ist. 

Für Rückfragen:
Benjamin Roscher, ver.di-Fachbereichsleiter Besondere Dienstleistungen, Berlin-Brandenburg, Tel: 0151 / 236 16 889.