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(166) 18.06.2015

Yorck-Kino-Gruppe Geschäftsleitung verweigert Aufnahme von Tarifverhandlungen  

Am morgigen Freitag wird in Berlin der Deutsche Filmpreis verliehen. Neben dem Glitzer der Promiwelt gibt es aber auch das Leid der Berliner Kinobeschäftigten in der Yorck-Kino-Gruppe. Die in der Yorck-Kino-Gruppe beschäftigen Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Geschäftsleitung zu Tarifverhandlungen aufgefordert. 

Seit vielen Jahrzehnten galt in der Gruppe der Bundestarifvertrag Kino. Als es im Jahre 2000 der Yorck-Kino-Gruppe schlecht ging, wurde ein Sanierungstarifvertrag vereinbart, der mit deutlichen Lohneinbußen einherging. 2005 gab es dann noch mal einen Einschnitt aufgrund der finanziellen Schieflage der Kinokette für die Beschäftigten, so dass es seit zehn Jahren keine Auszahlung auf das Weihnachtsgeld mehr gibt. 2007 wurde dann der Entgelttarifvertrag seitens ver.di gekündigt, seitdem gab es weder Verhandlungen noch Lohnerhöhungen. Ende 2014 hat dann die Geschäftsleitung auch die manteltarifvertraglichen Bestandteile des Tarifvertrages gekündigt. Die Beschäftigten erklären, ihnen sei ein Tarifvertrag wichtig, weil

·       angemessene faire Bezahlung

·       nicht mehr angewiesen sein auf „freiwillige“ Zusatzleistungen

·       dynamische Entwicklung der Löhne

·       klare Regelungen der Arbeitsbedingungen im Manteltarifvertrag, z.B. Arbeitszeit, Regelungen für Urlaub, Regelung für befristete Arbeitszeit etc..

Die Beschäftigten fordern die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Bei Interesse bietet ver.di Interviewpartner aus den Reihen der Beschäftigten an. 

Inhaltlich verantwortlich: Thomas Winzberg, Bundes-Kino-Organisator der ver.di (Tel. 0151-21233819)

 

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