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Tarifrunde Einzelhandel

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Tarifrunde Einzelhandel

(157) 05.07.2019

Mehr Geld für die Beschäftigten im Einzelhandel: Drei Prozent mehr Gehalt sind ein Erfolg für die Verkäuferinnen  

In der Tarifrunde des Einzelhandels für die 141.000 Beschäftigten in Berlin und weitere 84.000 in Brandenburg haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) am Freitag, den 05.07.2019 auf ein Gehaltsplus geeinigt. Das teilten beide Seiten übereinstimmend mit.  

Die Eckpunkte des Tarifabschlusses für den Einzelhandel Berlin und Brandenburg:

3 Prozent mehr Gehalt für Verkäuferinnen und Verkäufer ab 1. September 2019
Beschäftigte in höheren Entgeltgruppen erhalten einen Festbetrag in Höhe von 76 Euro.
mit einem Plus von 50 bis 85 Euro jährlich erhalten die Auszubildenden eine überproportionale Erhöhung
Zum 1. Juli 2020 ein weiteres Plus in Höhe von 1,8 Prozent für alle Beschäftigten
Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate.
„Verkäuferinnen und Verkäufer in Berlin und Brandenburg haben ab September 3 % monatlich mehr im Portmonee. Das ist ein spürbares Gehaltsplus“, sagt ver.di-Verhandlungsführerin Erika Ritter. Ermöglicht haben diesen Tarifabschluss tausende Beschäftigte in den übrigen Bundesländern. Dort war der Lohn- und Gehaltstarif schon im März und April ausgelaufen. Die Verhandlungen dort waren von zum Teil heftigen Warnstreiks begleitet worden. Am 01. Juli kam es in Nordrhein-Westfalen zu einem Pilotabschluss, der als Vorbild für Berlin und Brandenburg diente. „Entscheidend ist, dass die Streikbewegung in Berlin und Brandenburg keinen Deut schwächer ausgefallen wäre. Das haben wir in der letzten Tarifauseinandersetzung gezeigt. Nur daher konnte der Konflikt in diesem Jahr am Verhandlungstisch beigelegt werden. Zusätzlich konnten wir erstmals überproportionale Erhöhungen für die unteren Einkommensgruppen erreichen“, freut sich Erika Ritter.

Für Rückfragen: Erika Ritter, ver.di Verhandlungsführerin, mobil: 0172 / 39 77 100.

 

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