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Dringender Handlungsbedarf: Corona-Kontrollen für Mitarbeitende …

Dringender Handlungsbedarf: Corona-Kontrollen für Mitarbeitende unzumutbar

21.12.2021

Gemeinsame Presseerklärung vom Handelsverband und ver.di:
Dringender Handlungsbedarf: Corona-Kontrollen für Mitarbeitende unzumutbar

Ruppiges Verhalten, Pöbeleien, übergriffige Kundinnen und Kunden: Die Verkäuferinnen und Verkäufer im Berliner und Brandenburger Einzelhandel führen die Corona-Kontrollen in ihren Häusern durch und leiden massiv unter den Verbal-Angriffen von Impfgegnerinnen und gestressten Kunden. Verkäuferinnen und Verkäufer sind weder dafür ausgebildet, noch haben sie sich aus eigener Motivation heraus dazu entschieden, Personenkontrollen durchzuführen. Trotzdem lastet die Corona-Epidemie im Einzelhandel nun noch einmal zusätzlich auf den Schultern der Beschäftigten und Kaufleute. Die Beschäftigten müssen die Kundinnen und Kunden in die Schranken weisen, die keine Geduld oder kein Einsehen haben, dass die 2G-Kontrollen für allem für die, die kontrollieren müssen, eine extreme Belastung sind. Das gilt für große Häuser ebenso wie für tausende kleine Geschäfte, oft auch nur mit einer Inhaberin besetzt.

„Der Bogen ist mehr als überspannt“, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des HBB: „Viele Kolleginnen und Kollegen berichten uns von massiven Pöbeleien und eskalierenden Situationen. Die Beschäftigten, die dazu angestellt sind, freundlich zu beraten und zu verkaufen, sollen nun Menschen kontrollieren und sie gar von Ihren Geschäften fernhalten, wenn sie nicht die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Das muss schiefgehen, denn unsere Kolleginnen und Kollegen sind weder ausgebildete Sicherheitskräfte noch wollen sie das sein. Zusatzkosten für Sicherheitspersonal muss der Verordnungsgeber tragen.“

Das wissen auch der Berliner Senat und die brandenburgische Landesregierung. Doch die Unterstützung für die Kolleginnen und Kollegen, die die teils schlimmen Situationen vor den Kaufhaustüren meistern müssen, geht über wohlfeile Worte seitens der Politik nicht hinaus.

„Wir brauchen sofort Unterstützung für die, die die Wut über die Kontrollen ertragen müssen – seien es Ordnungskräfte aus dem öffentlichen Dienst oder professionelle Sicherheitskräfte, die geeigneter dazu sind, sich vor die Tür zu stellen, weil sie die Ausbildung dafür haben. Die notwendigen Pandemie-Kontrollen in den Geschäften weiterhin von den Mitarbeitenden regeln lassen zu wollen, ist einfach unerträglich“, fordert Conny Weißbach, Fachbereichsleiterin Handel bei ver.di Berlin-Brandenburg.

Für Rückfragen:
Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer HBB, mobil 0172 / 9104141; Conny Weißbach, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel, mobil:  0177 / 2314387.

Pressekontakt

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