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(202) 04.11.2019

Mitgliederversammlung bei uni-assist e.V. – ver.di fordert Ausfinanzierung des Vereins 

Am heutigen Montag, dem 4. November 2019 findet auf dem Charité Campus Virchow Klinikum die Mitgliederversammlung des Vereins uni-assist e.V., einem Dienstleister von rund 190 deutschen Mitgliedshochschulen statt. ver.di führt seit Mai diesen Jahres Tarifgespräche für die Beschäftigten von uni-assist e.V. und fordert von den Mitgliedshochschulen eine Ausfinanzierung des Vereins, um einen Haustarifvertrag auf Basis des TVöD Bund zu finanzieren.

Die Beschäftigten von uni-assist e.V. erbringen wichtige Leistungen für die deutschen Hochschulen. uni-assist e.V. ist ein systemrelevanter Dienstleister im Zulassungsverfahren internationaler Bewerber/innen. Die Belegschaft fordert neben der Anwendung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) analog dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eine Reduzierung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit, verlässliche und transparente tarifvertragliche Regelungen im Umgang mit Befristungen und Entfristungen sowie eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder. In den bisherigen Sondierungsgesprächen hat uni-assist e.V. den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) in Aussicht gestellt, allerdings ohne Altersvorsorge durch VBL, wie an den Hochschulen. Darüber hinaus sieht der Verein bisher keinen Anlass, die extrem hohe Befristungsquote von mindestens 50 Prozent der Beschäftigten tarifvertraglich über die Regelungen des TV-L hinaus einzudämmen. Die Tarifverhandlungen starten voraussichtlich im November, der erste Termin wird der Frage TV-L oder TVöD Bund als Basis des Haustarifvertrages gewidmet sein.

uni-assist e.V. finanziert sich derzeit zum Großteil über die Kosten für die Bewerber/innen, deren Studienbewerbungen der Verein für die Hochschulen vorprüft. „Die Mitgliedshochschulen zahlen bisher keine Mitgliedsbeiträge und größtenteils nichts für die Leistungen, die für sie erbracht werden. Wir haben errechnet, dass die volle Übernahme unserer Forderungen jede Mitgliedshochschule nur 10.000 Euro jährlich kosten würde. Das entspricht einem Fünftel einer Vollzeitstelle, womit die einzelne Hochschule die Leistung niemals erbringen könnte“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Jana Seppelt. Es sei an der Zeit, dass die Hochschulen ihren Beitrag zahlen, die Beschäftigten von uni-assist e.V. gerecht bezahlt und Bewerberinnen und Bewerber entlastet werden. 

Weitere Infos: https://verdi-uni-assist.de/

Für Rückfragen:
Jana Seppelt, ver.di-Verhandlungsführerin und zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin, mobil: 0151 / 15 94 88 42.

 

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