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    Metro will Gehälter und Löhne erheblich absenken (179)

    Metro will Gehälter und Löhne erheblich absenken (179)

    16.09.2020

    Das zum Metro-Konzern zugehörige Unternehmen Metro Logistics mit seinem Standort in Altlandsberg will die Gehälter und Löhne, sowie weitere wichtige Rahmenarbeitsbedingungen aus dem Manteltarifvertrag erheblich verschlechtern. Das Unternehmen kündigte dazu alle bestehenden Tarifverträge mit der Gewerkschaft ver.di zum 30. September 2020 und kündigte an, in den Arbeitgeberverband der Spedition und Logistik zu wechseln, um die dort abgeschlossenen Tarifverträge anzuwenden. Durch den Wechsel könnten die Beschäftigten mehrere Hundert € monatlich an Einkommen verlieren.

    Ausgelöst durch den Verkauf der Konzerntochter real erwartet Metro Logistics binnen 2-3 Jahren den Verlust der bisherigen Aufträge in einer Größenordnung von ca. 70 Prozent des Umsatzes. Das Unternehmen wolle sich nun für den Speditionsmarkt außerhalb der Metro fit machen. Obwohl seit mehreren Jahren feststeht, dass der Metro-Konzern real verkaufen wird, hat Metro Logistics erst dieses Jahr ernsthaft begonnen, über ein neues Marktkonzept nachzudenken. Das eigene Versäumnis an nachhaltigem Management will man sich offensichtlich von den Beschäftigten bezahlen lassen.

    Eine im Juli durchgeführte Betriebsversammlung hat verdeutlicht, dass sich die Beschäftigten dies nicht bieten lassen wollen. Die ver.di-Tarifkommission beschloss nun folgende Forderungen:

    -           keine Verschlechterungen beim Einkommen für die ver.di Mitglieder bis 2025

    -           der Manteltarifvertrag des Großhandels soll fortgelten

    -           betriebsbedingte Kündigungen sollen bis 2025 ausgeschlossen sein

    -           im Fall der Einführung von Kurzarbeit wird eine Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 100 Prozent des Nettoentgelts gefordert.

     Die erste Tarifverhandlung findet am Donnerstag, dem 17. September 2020 ab 9:30 Uhr am Standort in Altlandsberg statt. „Die Beschäftigten sind gespannt, ob der Arbeitgeber für sie akzeptable Angebote machen wird oder ob sie sich auf eine Zuspitzung des Konfliktes vorbereiten müssen“, sagt Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin und Landesfachbereichsleiterin Handel Berlin-Brandenburg.

    Für Rückfragen:
    Franziska Foullong, ver.di-Sekretärin für den Groß- und Außenhandel, mobil: 0160 / 939 67 961;
    Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin, mobil 0172 / 397 71 00

    Pressekontakt

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    ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
    Pressesprecher/in: Dr. Andreas Splanemann
    Köpenicker Str. 30
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    presse.bb@verdi.de
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