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(121) 13.05.2019

Montag, 13. Mai: Edeka-Beschäftigte streiken für mehr Geld 

An den Lagerstandorten in Mittenwalde und Freienbrink sowie dem Verwaltungsstandort in Freienbrink streiken am heutigen Montag, dem 13. Mai 2019 seit Arbeitsbeginn rund 500 Edeka-Beschäftigte. Die Beschäftigten reagieren damit auf die erste Tarifverhandlung im Genossenschaftlichen Großhandel am 7. Mai 2019, bei der die Arbeitgeber nichts zu den ver.di-Forderungen anboten. Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Geld, mindestens 190 €, 100 € mehr Ausbildungsvergütung -jeweils für eine Laufzeit von 12 Monaten -, strukturelle Verbesserungen in der Vergütungsstruktur sowie eine Vorteilsleistung für ver.di-Mitglieder im Wert von 250€. Von den Arbeitgebern erwartet ver.di die Bereitschaft, für den auszuhandelnden Tarifvertrag gemeinsam mit der Gewerkschaft die Allgemeinverbindlichkeit beim Arbeitsministerium zu beantragen, um den Wettbewerb um die billigsten Löhne in der Branche zu bekämpfen. 

„Der ganztägige Warnstreik macht klar: die Edeka-Beschäftigten sind wütend über das Verhalten der Arbeitgeber am Verhandlungstisch, schließlich sind die ver.di-Forderungen seit fast 2 Monaten kommuniziert. Diese Hinhaltetaktik wird nicht akzeptiert. Die Gewinne des Edeka-Konzerns, dem größten Unternehmen im Genossenschaftlichen Großhandel, sind immens, wir reden hier vom größten und erfolgreichsten Lebensmittelhändler in Deutschland. An dieser Entwicklung müssen die Beschäftigten endlich angemessen beteiligt werden, denn sie haben diese Gewinne erwirtschaftet. Den Unternehmen des Genossenschaftlichen Großhandels geht es sehr gut. Die Beschäftigten brauchen mehr Geld, um die steigenden Lebenshaltungskosten bezahlen zu können und der Gefahr der Altersarmut entgegenzuwirken“, so Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin. 

Ein Kommissionierer bei Edeka verdient für seine schwere körperliche Arbeit zzt. 2.321,28 € bei einer 39-Stunden-Woche. In den übrigen Unternehmen des Genossenschaftlichen Großhandels wird für die gleiche Arbeit ca. 120 € oder 5 Prozent weniger bezahlt. „Dieser Unterschied muss beseitigt werden. Gleiche Arbeit muss auch gleich bezahlt werden“, so Ritter weiter.  

Kontakt vor Ort:
Erika Ritter (ver.di-Verhandlungsführung), mobil: 0172 / 39 77 100 sowie Franziska Foullong, ver.di-Gewerkschaftssekretärin, mobil :0160 / 93 96 79 61.

 

 

 

 

 

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