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Brandenburg: ver.di begrüßt Vorstöße von SPD und Grünen für mehr Lohngerechtigkeit

24.11.2021

„ver.di begrüßt, dass es bei der SPD und den Grünen in Brandenburg offenbar Initiativen gibt, die Arbeitgeber in den Krankenhäusern des Landes zu mehr Lohngerechtigkeit anzuhalten“, sagte Susanne Feldkötter, stellvertretende Leiterin des ver.di Landesbezirks Berlin – Brandenburg. So habe die brandenburgische SPD auf einem Parteitag am vergangenen Wochenende die kommunalen Krankenhaus-Arbeitgeber zu einer Rückkehr zum Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) aufgefordert. Auch die Grünen hätten hatten auf ihrem Parteitag einen Antrag beschlossen, der sich für bessere Arbeitsbedingungen, bessere Entlohnung und Tarifbindung im Gesundheitswesen ausspricht.

Viele kommunale Krankenhäuser in Brandenburg sind aus Kostengründen in den vergangenen Jahren ausgegliedert worden. Durch diese Rechtsformänderungen und aus Kostengründen sind sie aus der öffentlichen Tarifgemeinschaft ausgeschieden, die Einkommen hier richten sich oftmals nicht mehr nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Dieser Umstand hat in der letzten Zeit in einer ganzen Reihe von Tarifauseinandersetzung im Land Brandenburg geführt. Die Häuser selbst geraten unter Druck, weil in den Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels Beschäftigte dorthin abwandern, wo sie mehr Einkommen und auch bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. Starke Konkurrenten sind unter anderem die Berliner Charité und Vivantes aber auch das Städtische Klinikum Brandenburg und das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, wo in der Pflege nach dem TVöD bezahlt wird. Da die Einkommensunterschiede erheblich sind, ist der Konkurrenzdruck besonders hoch. „Jetzt müssen den Absichtserklärungen der brandenburgischen Parteien auch endlich konkrete Schritte folgen, damit es im Land Brandenburg mehr Lohngerechtigkeit im Gesundheitswesen gibt“, so Susanne Feldkötter.

 

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