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Protesttag gegen prekäre Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen …

Protesttag gegen prekäre Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen (3)

13.01.2020

Am 15. Januar 2020 findet an der Freien Universität Berlin ein Protesttag gegen prekäre Arbeitsverhältnisse statt. Bundesweit finden an diesem Tag dezentrale Aktionen des Bündnisses „Frist ist Frust“ statt, um Druck auf die Landesregierungen auszuüben, mehr unbefristete Arbeitsverhältnisse für das wissenschaftliche Personal an deutschen Hochschulen zu schaffen. Anlass für die Aktion ist die für den 15. Januar vorgesehene Übersendung der Verpflichtungserklärungen der Länder zur Umsetzung des Zukunftsvertrages „Studium und Lehre stärken“ an den Bund vereinbart.

Das Bündnis „Frist ist Frust Berlin“ besteht aus ver.di Berlin-Brandenburg, der GEW Berlin, der NGAWiss sowie der Initiative FU:fair&unbefristet Berlin.

Mit dem Zukunftsvertrag haben Bund und Länder einen neuen Weg zur dauerhaften gemeinsamen Verantwortung für die Grundfinanzierung der Hochschulen eingeschlagen. Im Zukunftsvertrag sind Ziele und Maßnahmen formuliert, die insbesondere auf den Ausbau von unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen sowie eine Verbesserung der Betreuungssituation von Studierenden abzielen.

„Der dauerhafte Einstieg des Bundes in die Hochschulfinanzierung muss nachprüfbar genutzt werden, um endlich mehr Dauerstellen zu schaffen“, betonen Antje Thomass (ver.di) und Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW Berlin. Bundesweit sind aktuell 93 Prozent der unter 45jährigen wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen befristet beschäftigt, an der FU Berlin beläuft sich der Anteil auf ebenfalls auf über 90 Prozent. „Exzellenz in Forschung und Lehre ist mit prekärer Beschäftigung unvereinbar – wer exzellent sein will, muss etwas für die Beschäftigten tun und faire Arbeitsverhältnisse schaffen“, äußert Mirjam Langhans von FU:fair&unbefristet.

Vom Land Berlin erwartet das Bündnis, eine über die Ziele der Hochschulverträge von 2018 bis 2022 hinausgehende Strategie zur Verbesserung der Beschäftigungs- und Betreuungssituation an den Berliner Hochschulen. Gleichzeitig muss ein verbindliches Verfahren mit den Hochschulen und Vertretungen der Beschäftigten und Studierenden vereinbart werden, wie die Ziele erreicht werden können und welche hochschulpolitischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Veranstaltungszeit und Ort: 15. Januar 2020, 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr, an der Freien Universität Berlin, Mensa in der Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin. Es wird Informationsstände und Aktionen sowie Kurzvorträge geben. Vor Ort stehen betroffene Beschäftigte, Studierende und Interessenvertretungen für Interviews zur Verfügung.

 

Kontakt für die GEW BERLIN: Martina Regulin, martina.regulin@gew-berlin.de

Kontakt für ver.di Berlin-Brandenburg: Antje Thomaß, antje.thomass@verdi.de

Für die Initiative FUfair&unbefristet: Mirjam Langhans (mirjam.langhans@fu-berlin.de)

Und Ruben Schenzle (r.schenzle@fu-berlin.de)

 

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