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Postbank-Streikaufruf

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Postbank-Streikaufruf

(192) 26.09.2019

Ab Montag: Postbank-Streik in Berlin und Brandenburg 

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die Postbank-Beschäftigten müssen sich nun auch die Kunden der Postbank in Berlin und Brandenburg auf Einschränkungen und Filial-Schließungen einstellen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Postbankunternehmen in Berlin und Brandenburg zu einem mehrtägigen Streik von Montag, dem 30 September 2019 bis zum 02. Oktober 2019 aufgerufen. Es ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Postbankfilialen im regionalen Bereich in diesem Zeitraum geschlossen bleiben. 

Die zentrale Streikkundgebung findet am Montag, dem 30. September 2019 ab 10:00 Uhr auf dem Berliner Wittenbergplatz 4-6 statt, erwartet werden auch Streikende aus dem Raum Leipzig. 

Anlass für den Streik sind die gescheiterten Tarifverhandlungen und ein völlig inakzeptables Angebot, das die Arbeitgeber der DB Privat- und Firmenkundenbank AG in der dritten Verhandlungsrunde am 09. September 2019 vorgelegt haben. Danach sollen die Gehälter der Beschäftigten ab 1. April 2020 um lediglich 1,7 Prozent erhöht werden, ab 1. Juli 2021 um 1,0 Prozent und ab 1. Februar 2022 um weitere 1,0 Prozent. Bei neun Nullmonaten würde dieses Angebot über eine Laufzeit von 36 Monaten eine durchschnittliche jährliche Erhöhung der Gehälter um lediglich rund einem Prozent bedeuten. Aus ver.di-Sicht ist dies kein akzeptables und verhandlungsfähiges Angebot. Aus diesem Grund sind die Verhandlungen auch am 09. September 2019 für gescheitert erklärt und zur Urabstimmung über unbefristete Streiks aufgerufen worden. 

Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden AG). ver.di fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Für ver.di-Mitglieder werden außerdem sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert. 

In Berlin und Brandenburg ist mit der Schließung von ca.70-80 Filialen zu rechnen.
Ab Freitag, dem 04. Oktober 2019 wird der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen. 

Für Rückfragen:
Christina Förster- ver.di -Gewerkschaftssekretärin im Landesbezirk Berlin und Brandenburg, Tel. 030 / 88 66 5201, mobil: 0170 / 57 48 549.

 

 

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