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(132) 06.06.2019

Donnerstag, 06. Juni: Edeka-Beschäftigte streiken erneut 

An den Lagerstandorten in Mittenwalde und Freienbrink als auch in der Verwaltung streiken am heutigen Donnerstag, dem 6.6.2019 ganztägig rund 500 Edeka-Beschäftigte. 

Die Beschäftigten setzen damit ein klares Zeichen gegen die Verhandlungsergebnisse der zweiten Verhandlungsrunde im Genossenschaftlichen Großhandel am 28. Mai 2019, bei der die Arbeitgeber zwar ein Angebot vorlegten, was aber deutlich unter den Forderungen der Beschäftigten blieb. Auf die Forderung der Gewerkschaft von 7 Prozent mehr Lohn und Gehalt für eine Laufzeit von 12 Monaten, mindestens 190 € mehr und 150 € mehr Ausbildungsvergütung boten die Arbeitgeber Lohn- und Gehaltserhöhungen für 2019 von 2,0 Prozent und für 2020 von 1,0 Prozent. Die Forderungen nach strukturellen Verbesserungen in der Vergütungsstruktur sowie einer Vorteilsleistung für ver.di-Mitglieder im Wert von 250 € lehnten die Arbeitgeber ab. Auch bei der Forderung, den abzuschließenden Tarifvertrag allgemeinverbindlich erklären zu lassen, gab es von den Arbeitgebern kein erkennbares Entgegenkommen. 

„Die Beschäftigten erwarten Angleichungsschritte bei den Vergütungen auf den Tarifvertrag für den Allgemeinen Großhandel sowie neben einer deutlichen Reallohnverbesserung die Anerkennung und Wertschätzung ihrer gestiegenen Leistungen“, erklärte Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin. „Völlig unverständlich ist deshalb ein Arbeitgeberangebot, das Reallohnverluste bedeuten würde, keines der strukturellen Probleme angeht und schon gar nicht Schritte hin zu einer Angleichung der Vergütungsbedingungen in der gesamten Branche des Großhandels in Brandenburg beinhaltet“, so Ritter weiter. 

Nach dem Warnstreik der Edeka-Beschäftigten am 13. Mai 2019 ist der heutige der erste 24-Stunden-Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Damit zeigen die Beschäftigten im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 24. Juni 2019, was sie von dem Angebot der Arbeitgeber halten und erhöhen den Druck. 

In der Teilbranche des Genossenschaftlichen Großhandels Brandenburg arbeiten ca. 3.000 Beschäftigte. Neben den EDEKA-Betrieben gehören z. B. auch die Noweda und BÄKO zum Organisationsbereich. Eine/n Kommissionierer/in im Genossenschaftlichen Großhandel bekommt aktuell ca. 120 € monatlich weniger als im Allgemeinen Groß- und Außenhandel. Nur die Beschäftigten der EDEKA werden bereits auf dem höheren Niveau vergütet. 

Für Rückfragen vor Ort:
Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin, mobil: 0172 / 39 77 100 und
Franziska Foullong, ver.di-Großhandelssekretärin, mobil: 0160 / 93 96 79 61.

 

 

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