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Asklepios Fachkliniken Brandenburg - Fortsetzung der Tarifverhandlungen …

Asklepios Fachkliniken Brandenburg - Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 26.11.2021

24.11.2021

Am Freitag, den 26. November 2021 gehen die Tarifverhandlungen für die rund 1.300 nichtärztlichen Mitarbeiter/innen der Asklepios Fachkliniken an den Standorten in Brandenburg (Havel), in Teupitz und in Lübben in die achte Verhandlungsrunde.

Seit April 2021 steht die Gewerkschaft ver.di mit der Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH, eine Tochtergesellschaft aus dem Asklepios-Konzern, in Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Angleichung der Tariflöhne an die Tariflöhne und Arbeitsbedingungen, die Asklepios den 12.500 Beschäftigten der Asklepios-Kliniken in Hamburg zahlt, gefordert. Bei den 12.500 Asklepios-Beschäftigten in Hamburg und bei den rund 1.000 Asklepios-Beschäftigten in Göttingen findet jeweils der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) Anwendung. "Die Asklepios-Beschäftigten im Land Brandenburg leisten die gleiche Arbeit wie bei Asklepios in Göttingen und in Hamburg. Daher steht den Beschäftigten 31 Jahre nach der deutschen Einheit auch das gleiche Entgelt wie in Göttingen und Hamburg zu. Bei den Ärzten geht es ja auch", so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Bezahlung der Krankenhausleistungen und der Leistungen der psychiatrischen Krankenhäuser ist bundesweit einheitlich geregelt. Es gibt also keine wirtschaftliche Rechtfertigung dafür, die nichtärztlichen Krankenhaus- und Psychiatriebeschäftigten in Ostdeutschland schlechter zu bezahlen als in Westdeutschland und ihnen den TVöD zu verweigern, so wie es Asklepios derzeit tut. Der Abstand zu den Tarifentgelten beim Städtischen Klinikum Brandenburg, beim Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und bei den Vivantes-Kliniken und bei der Charité in Berlin ist genauso hoch wie zu den Asklepios Kliniken in Hamburg.

Im Oktober 2021 hatten in einer Urabstimmung 90,8 Prozent der über 400 ver.di-Mitglieder für einen unbefristeten Erzwingungsstreik gestimmt. Am vergangenem Montag, dem 22. November 2021 war die letzte 7tägige Streikwelle um 6 Uhr beendet. In der Tarifauseinandersetzung gab es inzwischen insgesamt 29 ganztägige Streiktage. Bei der siebenten Verhandlungsrunde am 16. November 2021 war eine Tarifeinigung nicht möglich. Asklepios hatte den Kompromissvorschlag von ver.di, bei allen nichtärztlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die monatlichen Entgelte ab 1. April 2022 auf ein Niveau in Höhe von 95 Prozent des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) anzuheben, abgelehnt. Asklepios war nicht bereit, allen nichtärztlichen Beschäftigten in Brandenburg die 95 Prozent von den monatlichen Entgelten der nichtärztlichen Beschäftigten bei Asklepios in Hamburg und in Göttingen zu zahlen. Die Ärztinnen und Ärzte bei den Asklepios Fachkliniken in Brandenburg erhalten stattdessen mit einem Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund schon 100 Prozent des Flächentarifvertrages für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. "Kommt es am Freitag zu keiner Tarifeinigung, wird die Tarifkommission die Einleitung weiterer Streikwellen beschließen", so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Behauptung von Asklepios, zuletzt eine Tariferhöhung in Höhe von bis zu 18 Prozent angeboten zu haben, ist nicht zutreffend. So beträgt nur bei den Pflegefachkräften in der Psychiatrie in Wechselschichtarbeit mit mindestens 15jähriger Beschäftigungszeit die von den Arbeitgebern vorgeschlagene Tarifsteigerung der monatlichen Entgelte in zwei Schritten bis zum 1. Juni 2023 nur 8,7 Prozent.  Eine Tarifsteigerung von bis zu 18 Prozent wurde nicht angeboten. Die Beschäftigten in den nicht-medizinischen Berufen sollten nach dem Asklepios-Tarifangebot bis zum 1. Juni 2023 in zwei Schritten nur 4,1 Prozent Tariferhöhung erhalten.

Für Rückfragen:
Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer, Tel.: 0171 / 867 35 50

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