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Beschäftigte privater Sicherheitsunternehmen

Berliner Flughäfen

Beschäftigte privater Sicherheitsunternehmen

(4) 07.01.2019

Warnstreiks am Montagmorgen in Tegel und Schönefeld: Deutliches Signal an Arbeitgeberseite 

Am heutigen Montag, dem 7. Januar 2019 sind auf den Berliner Flughäfen rund 500 Beschäftigte privater Sicherheitsunternehmen in den Warnstreik getreten. Zu der Aktion, die von 5.00 Uhr bis 8.45 Uhr dauerte, hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen. Durch den Warnstreik kam es auf beiden Flughäfen zu zahlreichen Flugstreichungen und Verspätungen. Aufgrund der frühen Streikankündigung am vergangenen Samstag konnten sich offensichtlich viele Fluggäste auf die schwierige Situation einrichten. Auf beiden Flughäfen war es in den Morgenstunden sehr ruhig, es gab während des Warnstreiks keine besonderen Vorkommnisse.  

Der Warnstreik steht im Zusammenhang mit bislang vier erfolglosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und ver.di. Die Aktionen auf den Berliner Flughäfen sind ein erstes Warnsignal an die Arbeitgeber. Der Ball liege nun bei den Arbeitgebern, die jederzeit ein verbessertes Angebot vorlegen könnten. Bliebe eine Reaktion der Arbeitgeberseite aus, seien jedoch weitere Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin am 23. Januar nicht auszuschließen. „Wir warten jetzt auf ein verhandlungsfähiges und faires Angebot, das es bislang leider nicht gibt. Den Arbeitgebern sollte jedoch spätestens mit dem heutigen Streik klar sein, dass die Beschäftigten bereit und in der Lage sind, für ihre Forderungen einzutreten“, so Benjamin Roscher, ver.di-Verhandlungsführer.

Der BDLS erhöhte in der letzten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 sein Angebot für eine Entgelterhöhung von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro. Bislang erhält ein Beschäftigter, der in Tegel oder Schönefeld in der Passagierkontrolle tätig ist, nach dem regionalen Tarifvertrag 17,12 Euro pro Stunde (brutto). Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent. „Auf dieser Grundlage ist ein Tarifkompromiss nicht möglich“, so Benjamin Roscher. 

Auf den beiden Berliner Flughäfen sind insgesamt rund 3.000 Beschäftigte tätig, die bei privaten Sicherheitsfirmen angestellt sind. Sie machen die Sicherheitskontrollen bei Passagieren, Gepäck, Fracht und Flughafen-Mitarbeitern. Neben der größten Sicherheitsfirma Securitas mit rund 2.400 Beschäftigten sind in Tegel und Schönefeld auch noch drei weitere Sicherheitsfirmen tätig (FraSec, All Service Sicherheitsdienste GmbH und ICTS).

 

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