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(161) 05.08.2019

Erster ganztägiger Warnstreik bei uni-assist e.V. 

Für den morgigen Dienstag, den 6. August 2019 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die rund 300 Berliner Beschäftigten von uni-assist e.V., einem Dienstleister der deutschen Hochschulen, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Anlass für den Streik sind bislang ergebnislose Tarifverhandlungen. 

Die Tarifgespräche am 29. Juni 2019 zwischen uni-assist e.V., dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Berlin und ver.di endeten mit einer Nicht-Einigung zu Verfahren und Inhalten. ver.di fordert neben der Anwendung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) eine Reduzierung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit, verlässliche und transparente tarifvertragliche Regelungen im Umgang mit Befristungen und Entfristungen sowie eine Vorteilsregelung für ver.di Mitglieder. 

Die ver.di Tarifkommission hat in den letzten Wochen viel Vorleistung erbracht. Die Mitglieder sind interessiert an den Vorstellungen der Arbeitgeberseite, zu denen diese weder in Gespräche noch in Verhandlungen tritt. Man könne, so der KAV Berlin, ohne neue Geschäftsführung noch nicht verhandeln, geschweige denn eigene Vorstellungen vorbringen. Gleichzeitig wurde der Tarifkommission – ohne Verhandlung natürlich – einfach vorgesetzt, dass uni-assist e.V. ab Spätherbst nur auf der Basis des TV-L verhandeln will. 

Die Mitglieder bei uni-assist e.V. haben kein Verständnis für die Verzögerungstaktik der Arbeitgeberseite. Seit drei Monaten gibt es Gespräche, die von Anfang an holperig waren. Die jetzigen Verhandlungspartner kennen uni-assist e.V. sehr gut, daneben hat uni-assist e.V. mit Prof.Dr.rer.pol. Karin Luckey (Rektorin der Hochschule Bremen) und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer (Universität Braunschweig) eine kompetente kommissarische Geschäftsführung. Jana Seppelt, zuständige Gewerkschaftssekretärin: „Wir können uns nicht mehr darauf einlassen, bei jedem Termin vor neue Tatsachen gestellt und jetzt obendrein auf den Spätherbst auf Verhandlungen mit einer bisher betriebsfremden neuen Geschäftsführung vertröstet zu werden. Es muss Verlass darauf sein, dass uni-assist e.V. wirklich zeitnah, respektvoll und auf Augenhöhe mit uns verhandeln will“. ver.di erwartet eine Verhandlungsaufnahme am 2.9.2019, 10-13 Uhr. Damit können Vorstand und kommissarische Geschäftsführung weitere Warnstreiks vermeiden. 

Beginn Streikversammlung: 9 Uhr, Konferenzraum der Raststätte, Reichartstraße 2, Eingang Innenhof. Pressevertreter/innen sind ab 11.00 Uhr herzlich willkommen. 

Für Rückfragen: Jana Seppelt, ver.di-Verhandlungsführerin, mobil: 0151 / 15 94 88 42. 

Hintergrund:
Die Beschäftigten von uni-assist e.V. erbringen wichtige Leistungen für die deutschen Hochschulen. uni-assist e.V. ist der systemrelevante Dienstleister im Zulassungsverfahren internationaler Bewerber/innen. Gleichzeitig sind die Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen für einen Großteil der rund 140 Festangestellten und circa 160 saisonal und befristet Beschäftigten schlechter als an den mehr als 180 Mitgliedshochschulen des Vereins, obwohl in der Satzung des Vereins vergleichbare Bedingungen angestrebt werden. uni-assist e.V. finanziert sich zum Großteil über die Kosten für die Bewerber/innen, deren Bewerbungen der Verein für die Hochschulen bearbeitet. Die Mitgliedshochschulen müssen zukünftig ihren Beitrag zahlen, damit die Beschäftigten von uni-assist e.V. gerecht bezahlt und Bewerberinnen und Bewerber entlastet werden können. 

Weitere Infos: https://verdi-uni-assist.de/ 

 

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