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BVG muss schlechte Personalbemessung im Land Berlin ausgleichen …

BVG muss schlechte Personalbemessung im Land Berlin ausgleichen (120)

07.07.2020

Die BVG und das Land Berlin haben mitgeteilt, dass zur Durchsetzung der Tragepflicht für eine Mund-Nase-Bedeckung nicht mehr die Polizei zuständig ist, sondern der BVG-eigene Sicherheitsdienst.

„Mit dieser Entscheidung verlagert das Land Berlin erneut seine Pflichten auf das landeseigene Unternehmen, welches eigentlich für den ÖPNV zuständig ist. Der Kunstgriff, die Tragepflicht in die Beförderungsbedingungen aufzunehmen, zeigt einmal mehr, wie knapp das Personal bei den Ordnungsbehörden im Land Berlin ist“, sagt Jeremy Arndt, ver.di-Fachbereichsleiter Verkehr in Berlin-Brandenburg.

Bereits in den letzten Jahren hat ver.di darauf aufmerksam gemacht, dass das Land Berlin seinen Versprechungen für Doppelstreifen im ÖPNV nicht nachgekommen ist. Auch die Sicherheitslage auf den Problemlinien und den von Kriminalität besonders betroffenen Bahnhöfen konnte durch die Sicherheitskräfte des Landes Berlins nicht verbessert werden. „Anstatt ein gemeinsames, nachhaltiges Sicherheitskonzept zu entwerfen und durchzusetzen, werden Projekte begonnen und nach hinten raus die BVG damit allein gelassen. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten der BVG nun noch die Bußgelder für das Land Berlin eintreiben. Damit kommen BVG-Beschäftigte unter Umständen in sehr kritische Situationen, wenn sie gewaltbereiten oder hoch aggressiven Personen begegnen. Für derartige Auseinandersetzungen sind die BVG-Kräfte nicht ausgerüstet und ausgebildet. Daher erwarten wir, dass die BVG nicht alleine gelassen wird“, so Jeremy Arndt weiter.

ver.di fordert das Land Berlin auf die Durchsetzung seiner Verordnungen selbst zu organisieren und ihre Personaldecke entsprechend aufzustocken.

Für Rückfragen:
Jeremy Arndt, ver.di-Fachbereichsleiter Verkehr, mobil: 0170 / 57 90 403.

 

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