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Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

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(191) 26.09.2019

ver.di: VBB-Tariferhöhung notwendig 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft sieht die anstehende Tariferhöhung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) als notwendig und alternativlos an. Die Kosten in den Nahverkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg sind in den vergangenen Jahren bei gleichbleibenden VBB-Tarifen stetig gestiegen. Gleichzeitig fehlt es am notwendigen Personal, um den steigenden Bedarf in Berlin und Brandenburg zu bewältigen. 

„Durch die ausgebliebenen Tariferhöhungen im VBB und unzureichenden finanziellen Ausgleich durch die Politik mussten die Verkehrsunternehmen in den letzten zwei Jahren die zusätzlichen Kosten weitestgehend alleine bewältigen. Dies wurde nicht selten auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, so Jeremy Arndt, ver.di-Landesfachbereichsleiter Verkehr. 

Bei allem Verständnis für die Unpopularität von Tariferhöhungen sei eine auskömmliche Finanzierung des ÖPNV durch die Länder und Fahrgeldeinnahmen eine Voraussetzung für ein funktionierendes Angebot, das Mobilität im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge sichert. Die derzeitige Diskussion zur Verkehrswende und zur Elektromobilität wird die Verkehrsunternehmen weiter zusätzlich unter Druck setzen. Durch niedrige Entgelte, schwierige Arbeitsbedingungen und die demografische Entwicklung fehlt es an personellen Kapazitäten. Die wachsende Stadt Berlin stellt den Berliner Raum und den Speckgürtel vor große Herausforderungen. Gleiches gilt für den ländlichen Raum im Rahmen der Diskussion zur Gestaltung des Klimawandels. 

„Um die Attraktivität zu steigern, muss in Zukunft noch mehr in Personal und Infrastruktur investiert werden. Zusätzlich muss eine offene und ehrliche Diskussion mit dem VBB, den Verkehrsunternehmen, der Politik und den Sozialpartnern zur zukünftigen Finanzierung des ÖPNV geführt werden. Gut gemeinte aber wenig durchdachte Vorhaben wie ein 365-Euro-Ticket oder der kostenfreie ÖPNV würden die Unternehmen in der aktuellen Lage überlasten und zu einem Kollaps führen. Die Leittragenden wären dann sowohl die Beschäftigten als auch die Fahrgäste“, so Jeremy Arndt weiter. 

Für Rückfragen: Jeremy Arndt, ver.di-Landesfachbereichsleiter Verkehr, mobil: 0170 / 57 90 403.

 

 

 

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