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Tariflohn für Volkssolidarität im Landesverband Brandenburg (200)

Tariflohn für Volkssolidarität im Landesverband Brandenburg (200)

29.10.2019

Mehr als 1.000 Beschäftigte im Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität erhalten für Oktober 2019 erstmals den Tariflohn nach dem Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft und Pflege im Land Brandenburg, den die Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit dem Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft e.V. (PTG) Anfang 2019 abgeschlossen hatte.

Der Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität mit seinen unselbständigen Verbandsbereichen ist seit dem 1. Oktober 2019 Mitglied im PTG. ver.di und der Arbeitgeberverband hatten seit März 2017 Tarifverhandlungen für einen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft und Pflege im Land Brandenburg geführt. Nach einer Tarifeinigung im November 2018 war der Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft und Pflege im Land Brandenburg zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Der Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität war noch vor Inkrafttreten aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, weil die Pflegesatzverhandlungen für die ambulante Pflege noch nicht abgeschlossen waren. Im Juli 2019 konnte die Volkssolidarität die Pflegesatzverhandlungen für die Kostensätze der ambulanten Pflege mit der Pflegekasse erfolgreich abschließen. Grundlage für die Pflegesatzverhandlungen waren die neuen Tariflöhne nach dem neuen Flächentarifvertrag für die Sozialwirtschaft und Pflege im Land Brandenburg.

Von den mehr als 1.000 Beschäftigten des Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität arbeiten rund 500 Beschäftigte in der ambulanten Pflege. Die anderen 500 Beschäftigten arbeiten in Kitas, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Behindertenhilfe, in Beratungsstellen und in Seniorentreffs. Nach Berechnungen der Volkssolidarität haben sich die Löhne für die Beschäftigten in der Pflege mit der Einführung des Tarifvertrages ab 1. Oktober 2019 um durchschnittlich 39 Prozent erhöht. Bei den Pflegefachkräften und Pflegekräften erhöht sich bei Vollbeschäftigung das monatliche Entgelt zwischen 200 EUR bis 500 EUR, abhängig von der Beschäftigungszeit und von der Höhe des bisherigen Entgeltes. Auch die anderen 500 Beschäftigten erhalten mit Einführung des Tarifvertrages eine spürbare Entgelterhöhung. So erhöht sich das monatliche Entgelt bei den Kita-Erzieher/innen in Vollbeschäftigung zwischen 300 EUR bis 450 EUR, abhängig von der Beschäftigungszeit und von der Höhe des bisherigen Entgeltes. Alle Beschäftigten erhalten nach dem Tarifvertrag 30 Tage Urlaub im Jahr, Zusatzurlaub für Nachtarbeit und im November jeden Jahres ein Weihnachtsgeld in Höhe von 65 Prozent des monatlichen Entgeltes. Zum 1. Januar 2020 erhöhen sich die Entgelte um weitere 3 Prozent bis 3,29 Prozent.

„Mit der Tarifbindung des Brandenburger Landesverbands der Volkssolidarität wird deutlich, dass auch in der ambulanten Pflege und in allen anderen Bereichen der Sozialwirtschaft, wie in Kitas, in der Kinder- und Jugendhilfe und in der Behindertenhilfe die Tariflöhne von den jeweiligen Kostenträgern refinanziert werden“, so Ralf Franke der ver.di-Verhandlungsführer. „Die Kostenträger und so auch die Kranken- und Pflegekassen erkennen die Tariflöhne und Tarifverträge an und stellen auch deren Finanzierung sicher“, so Franke weiter. „Wir erwarten, dass auch andere Träger in der Sozialwirtschaft dem Beispiel des Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität folgen, sich zur Tarifbindung bekennen und Mitglied im Arbeitgeberverband Paritätische Tarifgemeinschaft e.V. (PTG) werden, damit auch für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft Tarifverträge gelten und die Tarifbindung im Land Brandenburg wieder stärker wird“, so Ralf Franke von ver.di.

Der Brandenburger Landesverband der Volkssolidarität ist mit den Verbandsbereichen Uckermark, Lausitz, Fläming-Elster, Mittelmark, Oberhavel, Oderland und Prignitz-Ruppin im ganzen Land Brandenburg mit Kindertagesstätten, Sozialstationen (ambulante Pflege), Seniorentreffs und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vertreten.

 Für Rückfragen:

Ralf Franke, ver.di-Gewerkschaftssekretär, mobil 0171 / 86 73 550.

 

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