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(165) 02.11.2018

ver.di kritisiert geplanten Stellenabbau und Umstrukturierung bei der GASAG 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den offenbar von der Berliner GASAG geplanten Abbau von 300 Arbeitsplätzen scharf. Die angekündigten Stellenstreichungen könnten angesichts stabiler Gewinne nur sozialverträglich erfolgen, Entlassungen seien auszuschließen. 

„Wer meint, man müsse Stellen abbauen, weil zu viel Personal da sei, gleichzeitig aber eine deutliche Gewinnsteigerung einfordert, der scheint der Auffassung zu sein, dass die Beschäftigten bisher keinen guten Job gemacht hätten“, beurteilt Eva Heymer, bei ver.di für die GASAG zuständige Gewerkschaftssekretärin die Vorstellungen der Arbeitgeberseite. Neben dem Stellenabbau beabsichtigt die neue Konzernspitze, das EBIT um ca. 50 Mio. Euro zu steigern. Die Betriebsräte haben mit dem Arbeitgeber Regelungen zur Altersteilzeit verhandelt, welche auf der Grundlage des Tarifvertrages zur Altersteilzeit vom 21.09.2012 zwischen der GASAG AG und ver.di erfolgten. Betriebsbedingte Kündigungen seien daher auszuschließen. 

Am kommenden Montag, dem 5. November 2018 findet bei der GASAG eine Betriebsversammlung der Beschäftigten der Konzern-Mutter statt, wo die geplanten Vorhaben der neuen Konzernspitze auf der Tagesordnung stehen. ver.di erwartet auf der Betriebsversammlung kritische Diskussionen und Forderungen der Belegschaft, die geplanten Vorhaben der Arbeitgeber auszusetzen. 

Schon jetzt registriert ver.di in der Belegschaft das große Unverständnis gegenüber den geplanten Vorhaben. Es sei völlig unklar, wie nach der Umsetzung die wichtigen Themen wie Digitalisierung und Energiewende noch erfolgreich bewältigt werden könnten. 

„Auch in den zurzeit laufenden Entgelttarifverhandlungen ist seitens der GASAG AG nicht erkennbar, dass man die Leistungen der Beschäftigten anerkennt und angemessen honoriert“, stellt Gewerkschafterin Heymer kritisch fest. „Letztendlich muss sich die GASAG-Gruppe trotz dieses Personenabbaus ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern in Berlin und Brandenburg auch weiterhin bewusst bleiben und die sichere und störungsfreie Gasversorgung jederzeit sicherstellen. Das geht aber nur mit ausreichendem und motiviertem Personal“. 

Für Rückfragen:
Eva Heymer, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin, Tel.: 030 / 88 66 5228, mobil: 0151 / 121 051 13.

 

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