Pressemitteilungen

Groß- und Außenhandel

Handel

Groß- und Außenhandel

(84) 18.03.2019

Einkommenserhöhungen im Groß- und Außenhandel gefordert 

Die Entgelttarifverträge des Groß- und Außenhandels in Berlin und Brandenburg sowie des Genossenschaftlichen Großhandels Brandenburg laufen zum 30. April 2019 aus. Die zuständigen ver.di-Tarifkommissionen beschlossen nun die Forderungen an die Arbeitgeberseite: 

Für den Allgemeinen Groß- und Außenhandel fordert ver.di für die Laufzeit von 12 Monaten 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens 160 €, für Auszubildende 100 € mehr. Für den Genossenschaftlichen Großhandel Brandenburg fordert ver.di 7,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens 190 €, für Auszubildende 150 € mehr. 

Der Genossenschaftliche Großhandel liegt bei der Bezahlung aktuell mit 5,4 Prozent hinter dem Allgemeinen Groß- und Außenhandel. Ein wichtiges Ziel ist daher, die Anpassung des Tarifvertrags des Genossenschaftlichen Großhandels an den Allgemeinen Groß- und Außenhandels zu erreichen. 

Darüber hinaus werden strukturelle Verbesserungen der Tarifverträge z. B. durch Streichung der untersten Lohn- und Gehaltsgruppen und eine verbesserte Eingruppierung von Berlin beliefernden Kraftfahrern gefordert. Damit alle Beschäftigten in nicht tarifgebundenen Betrieben auch in den Genuss der tariflichen Vergütungen kommen, erwartet ver.di von den Arbeitgebern, mit der Gewerkschaft gemeinsam die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages zu beantragen. 

Nur für die ver.di-Mitglieder, die durch ihre Mitgliedschaft diesen Tarifvertrag erst möglich machen, fordert die Gewerkschaft eine Anerkennung in Form eines Vorteils im Wert von 250 €. 

„Die Branche macht satte Gewinne, wovon den Beschäftigten für ihre harte Arbeit auch ein ordentlicher Anteil zusteht. Diesen werden wir uns holen! “ sagt Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin und Landesfachbereichsleiterin Handel Berlin-Brandenburg. Nach aktuellen Tarifabschlüssen in anderen Branchen erwarten die ver.di-Mitglieder im Groß- und Außenhandel auch in ihrer Tarifauseinandersetzung einen fairen und guten Abschluss. Zur Not werden sie ihren Forderungen mittels Streiks auch Nachdruck verleihen. 

Für Rückfragen:
Franziska Foullong, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für den Groß- und Außenhandel, mobil: 0160 / 93 96 79 61 oder Erika Ritter, ver.di-Verhandlungsführerin, mobil 0172 / 39 77 100.

 

Pressekontakt

Pressestelle
ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Pressesprecher/in: Dr. Andreas Splanemann
Köpenicker Str. 30
10179 Berlin
presse.bb@verdi.de
Tel.: 030/8866-4111
Fax: 030/8866-4905