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Kita-Krisengipfel

Gemeinden - Sozial-und Erziehungsdienst

Kita-Krisengipfel

(119) 28.06.2018

Vor dem Kita-Krisengipfel – ver.di befragt Beschäftigte in Kitas und Schulen zu ihrer Arbeitssituation 

In den Berliner Kitas und Schulen brennt es. Die Fachkräfte sind am Limit und daher ist es wichtig, die pädagogische Qualität zu erhalten. Daher hat ver.di eine Online-Befragung unter den Beschäftigten durchgeführt und nach den wichtigsten Aspekten gefragt. 

Personalmangel, zu große Gruppen und schlechtes Betriebsklima bereiten den befragten Berliner Erzieherinnen die größten Sorgen. Danach folgen Probleme beim Einsatz von Personal, zu hohe Arbeitsmenge/Anforderungen und gesundheitsbelastende Faktoren. 

Mehr als die Hälfte der Befragten aus den Kitas gab an, dass sie ihre pädagogischen Ansprüche und die Vorgaben aus dem Bildungsprogramm nur zu 50 Prozent umsetzen können. 

Eine bessere Bezahlung, eine Verringerung der Wochenarbeitszeit und mehr Erholungsurlaub wurden hingegen als entlastende Faktoren benannt. Ebenfalls auf der Wunschliste waren die Verbesserung der Ausbildung, Einsatz von unterschiedlichsten Berufsgruppen zur Unterstützung und Aufwertung des Berufsfeldes. 

Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Aufstockung von Gruppen und die Aufnahme von mehr Kinder abgelehnt wird. Eine Erhöhung des Gruppenschlüssels wurde teilweise als sehr problematisch gesehen. Krankmachende und belastende Arbeitsbedingungen würden die Suche nach dem dringend benötigten Fachkräftepersonal zusätzlich erschweren. Sorgen macht vielen der Befragten auch die Absenkung des Fachkräfteniveaus und die Einstellung von Quereinsteiger/inne/n. einstellen. 

678 Beschäftigte in Berliner Kitas und Schulen habe sich an der von ver.di initiierten Online-Befragung beteiligt, die meisten (84 Prozent) kamen aus dem Kitabereich, die anderen sind an den Schulen tätig. 

„Es ging uns darum, den pädagogischen Fachkräften Gehör zu verschaffen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ganz unverblümt zu sagen, was ihnen auf der Seele brennt und was aus ihrer Sicht jetzt getan werden muss. Wir nehmen die Ergebnisse äußerst Ernst und sehen uns als Sprachrohr für die Beschäftigten beim anstehenden Krisengipfel am Freitag“, so Anna-Caroline Sprenger, bei ver.di Berlin für den Sozial-und Erziehungsdienst zuständige Gewerkschaftssekretärin. 

 

Für Rückfragen: Anna-Caroline Sprenger, ver.di Berlin, Fachbereich Gemeinden, zuständig für den Sozial-und Erziehungsdienst, mobil: 0175 / 573 88 63.

 

 

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