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Krankenhaus Eisenhüttenstadt: ver.di fordert die Fortsetzung …

Krankenhaus Eisenhüttenstadt: ver.di fordert die Fortsetzung der Tarifverhandlungen (137)

29.07.2020

Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH kommen nicht voran. Bis heute liegt keine Zusage zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen vor. Der Geschäftsführer des Krankenhauses will erst nach einem Sondierungsgespräch am 7. August 2020 im kleinen Kreise (2 Vertreter je Tarifpartei), entscheiden, ob Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Die ver.di-Tarifkommission fordert, dass die Tarifverhandlungen schon am 7. August 2020 fortgesetzt werden sollen.

Die Verhandlungen wurden am 10. März 2020 für die rund 400 nichtärztlichen Beschäftigten aufgenommen. Infolge der Corona-Krise wurden sie unterbrochen und am 22. April 2020 fortgesetzt. Eine Einigung konnte am 22. April 2020 nicht erzielt werden.

Die ver.di-Tarifkommission hatte das Arbeitgeberangebot zur Erhöhung der Entgelte um 3,1% rückwirkend ab März 2020 als völlig unzureichend abgelehnt. ver.di will erreichen, dass sich die Entgelte beim Krankenhaus Eisenhüttenstadt deutlich an das Niveau des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) annähern. Der Geschäftsführer des Krankenhauses hatte die Fortsetzung der Tarifverhandlungen und ein verbessertes Angebot bislang abgelehnt.

„Die Arbeitgeberseite behauptet, dass das Tarifangebot ein Entgeltniveau von 88 Prozent des TVöD umfasst und das Krankenhaus Eisenhüttenstadt besser bezahlen würde, als anderen Krankenhäuser in der Region. Diese Behauptung ist aber schlichtweg falsch!“, so der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke. „Für alle Beschäftigten, die zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 1. März 2014 eingestellt wurden, beträgt das Tarifangebot nur 78 Prozent bis 81 Prozent des monatlichen Entgeltes des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst. So wenig zahlt kein anderes Krankenhaus im Land Brandenburg“, so Franke weiter. Die Gewerkschaft ver.di hat sich erneut an den Bürgermeister und an die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung gewandt und die unverzügliche Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die nichtärztlichen Beschäftigten im städtischen Krankenhaus gefordert. „Wir sehen den Bürgermeister und die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung in der Pflicht, sich für die unverzügliche Fortsetzung der Tarifverhandlungen und für gute Arbeitsbedingungen im städtisches Krankenhaus einzusetzen“, so Ralf Franke.

„Jetzt muss sich die Kommunalpolitik von Eisenhüttenstadt zur Arbeit der Krankenhausbeschäftigten positionieren“, fordert auch der ver.di-Gewerkschaftssekretär Frank Ploß aus Frankfurt/Oder. „Es genügt nicht, auf dem Balkon zu klatschen, um dann aber nur ein Entgelt in Höhe von 78 bis 81 Prozent des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu zahlen, während die Beschäftigten im Eisenhüttenstädter Rathaus 100 Prozent TVöD erhalten. Das ist ein Skandal“, so Frank Ploß weiter.

Für die rund 100 Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus Eisenhüttenstadt gilt derzeit ein Tarifniveau von 98 Prozent des Flächentarifvertrages der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern.

Für Rückfragen:
Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer unter mobil 0171 / 86 73 550