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(48) 27.03.2015

Postbank: Weiterer Berliner Warnstreik am Freitag, dem 27. März
Hohe Erwartungen an ein Spitzengespräch zur Lösung des Konfliktes  

Im Tarifstreit bei der Postbank Filialvertrieb AG und der Postbank hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu einem weiteren Warnstreik am kommenden Freitag, dem 27. März 2015 aufgerufen. Es werden 30 Berliner Postbankfilialen geschlossen sein. Die Streikenden werden um 14.00 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung Unter den Linden / Höhe Friedrichstrasse zusammentreffen. 

Die beiden Verhandlungsführer Christoph Meister (ver.di) und Ralf Stemmer (Postbank) haben für den 27. März ein Spitzengespräch mit den Vorständen von Deutscher Bank/Postbank vereinbart. An dem Gespräch in Berlin werden neben den Verhandlungsführern auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sowie die Konzernbetriebsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, Alfred Herling und der Postbank, Timo Heider, teilnehmen. 

Die Tarifverhandlungen, die zuletzt am 17. März 2015 stattfanden, sind von ver.di für gescheitert erklärt worden. Die Arbeitgeber haben kein Angebot zum Kündigungsschutz vorgelegt. Die Tarifkommissionen hatten desweiteren die Fortsetzung und Intensivierung des Arbeitskampfes sowie den Antrag zur Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik beschlossen. Aus Sicht von ver.di werde es einen Tarifvertrag ohne Kündigungsschutz nicht geben. Durch Spekulationen um Verkauf, Teilverkauf und Börsengang ist die Unsicherheit und Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze stark angewachsen. Mit dem Spitzengespräch verbindet die Gewerkschaft die Erwartung, dass es trotz der schwierigen Situation dennoch gelingen könnte, auf dem Verhandlungsweg eine faire Lösung in dem Tarifkonflikt zu finden. 

ver.di fordert für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage. Für die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe fordert ver.di einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020. 

Für Rückfragen: Frank Wolf, ver.di-Fachbereichsleiter Finanzdienstleistungen,
mobil: 0175 – 54 58 686.

 

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