Selbstständige

Ergebnis der zweiten Umfrage

Ergebnis der zweiten Umfrage

Selbständige pixabay Zweite Befragung

(Mindest)honorar, rechtlicher Rahmen, Sichtbarkeit von Solo-Selbstständigen – was sollte ver.di für Dich bewirken ?

In der Folge 2 unserer Auswertung der Befragungsergebnisse stellen wir kurz vor, welche Themen – neben der sozialen Sicherung, darin ging es in Folge 1 den Befragten wichtig sind.

Wir hatten gefragt, welche Rolle Mindesthonorare, die Optimierung des rechtlichen Rahmens und die Sichtbarkeit von Solo-Selbstständigen spielen. Hier eine Übersicht der Antworten – und was wir dazu planen.

Mindesthonorar

Das Thema Mindesthonorar ist seit vielen Jahren in der Diskussion: So auch bei uns. Für 80 % der Befragten ist dieses Thema wichtig bis sehr wichtig. Das liegt unserer Vermutung nach daran, dass Honorare teilweise skandalös niedrig sind.

Mindesthonorare sollen eine Haltelinie nach unten bieten. Sie können aber von Auftraggebern auch als Richtschnur für eine angemessene Bezahlung interpretiert werden, so eine der Befürchtungen, wenn um ein Mindesthonorar geht.

Das Thema „Honorardurchsetzung“ greifen wir zu unserem kommendem Selbstständigentag, am 01.10.2018 auf. 

Optimierung des rechtlichen Rahmens

Für 76 % der Teilnehmenden ist dieses Thema wichtig bis sehr wichtig. Dieser Bereich unserer Befragung überschneidet sich stark mit der sozialen Sicherung, in den Freitextfeldern werden u.a. diese Themen genannt: Grundsicherung, zu hohe Einstiegsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung, verbindliche Richtlinien für die Gestaltung von Verträgen und bessere Einklagbarkeit von Rechten – hier auch durch EU-weite Regelungen. Und: Kontrolle der öffentlichen Auftraggeber.

Workshops

Workshops zum Thema „Rentenversicherungspflicht“ und „Vertragsgestaltung“ planen wir zu unserem Selbstständigentag am 01.10.2018. Darüber hinaus wollen wir auch das Thema soziale Rechte für Selbstständige von der Arbeitslosenversicherung bis zur Pflege aufgreifen und uns dazu positionieren.

Sichtbarkeit von Solo-Selbstständigen

56 % der Befragten ist das wichtig bis sehr wichtig.

Das mangelnde gesellschaftliche und politische Verständnis für die Leistungen und die Lebensrealitäten – z.B. steigende Gewerbemieten – von Solo-Selbstständigen wird bemängelt. Gefordert wird, die speziellen Herausforderungen der Solo-Selbstständigen an die Gesellschaft und politische Akteure heranzutragen. Auch innerhalb ver.dis ist was die Aufmerksamkeit für Solo-Selbstständige angeht, noch einiges zu tun (das sieht auch die LKS so).

Für uns ist das Schaffen von Öffentlichkeit für die Situation und die Anliegen von Solo-Selbstständigen ein Schlüssel zur politischen Durchsetzung unserer Forderungen.

Wir als LKS vernetzen uns mit anderen (auch Nicht-ver.di-) Selbstständigengruppen, und sind beispielsweise bei Terminen mit Politikerinnen und Politikern dabei. 

Wir versuchen auch auf sehr direkte Weise sichtbar zu werden: Im Rahmen der Aktion „Arsch hoch für die Rente“ der Bundeskommission Selbstständige (BKS) sind wir in Warnwesten durch Berlin geradelt. Hier ist das Video zur Aktion 

Solo-Selbständige Berufe vorstellen

Wir bereiten eine Interviewreihe vor um Solo-Selbstständige Berufe vorzustellen. Wer Interesse hat, schreibe bitte an selbststaendige.bb@verdi.de. Betreff: Interview Solo-Selbstständige. Mit Angaben zu Beruf, Dauer der Selbstständigkeit und kurzen Anmerkungen zu relevanten Herausforderungen in Bezug zur Solo-Selbstsändigkeit.