Internationaler Frauentag 2021 in Berlin und Brandenburg

„Frauen hat die Pandemie besonders getroffen“, Beispiele aus ver.di Bereichen, ein Beitrag des ver.di Frauenrat Berlin-Brandenburg - Frauen würdigen Frauen.

In der Krise haben sich gerade sog. typische Frauenberufe als besonders systemrelevant gezeigt. Ob es die Kassiererin an der Supermarktkasse ist, die Pflegerinnen in Krankenhäusern und Altenheimen, Erzieherinnen in den Kitas. Aber auch Sachbearbeiterinnen in den Arbeitsagenturen, die Kurzarbeit bearbeiten, Mitarbeiterinnen im Ordnungsämtern, die Regel durchsetzen sollen, die sich von einem Tag auf den anderen ändern.  Auf der anderen Seite merken wir Frauen, vor allem, wenn wir Kinder haben, wie stark wir auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen sind, um überhaupt einen Beruf ausüben zu können. Statt Kantine ist jetzt selbst kochen angesagt und statt Kinder in die Schule zu schicken, beugen wir uns über Schulbücher und graben fast schon vergessenes Schulwissen für die Homeschooling-Aufgaben wieder aus. Der ver.di Frauenrat hat die Möglichkeit gegeben, Beispiele für diese Erfahrungen zu veröffentlichen.

Gleichstellung wird nur erreicht, wenn Frauenberufe angemessen bezahlt werden und die Infrastruktur in guter Qualität zuverlässig und bezahlbar zur Verfügung steht!

Video-Statements zum Internationalen Frauentag 2021

Gedanken zum Internationalen Frauentag 2021

Martina Felber
© ver.di
Lea Herzi
© ver.di
Astrid Westhoff
© ver.di

Martina Felber

„Alle Mütter haben in dieser Zeit eine große Mehrbelastung zu tragen. Sie arbeiten und kümmern sich um ihre Kinder, die kleineren können, wenn sie Glück haben in die Kita und die größeren werden zu Hause beschult. Ich habe große Achtung vor den Müttern und hoffe, dass es bald wieder einfacher wird.“

Lea Herzig

„Durch die Mehrbelastung während der Pandemie, sinkt die Zahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen weiblicher Autorinnen. Für Forscherinnen muss dringend mehr (Arbeitsplatz-) Sicherheit an den Hochschulen geschaffen werden.

Mehr Hintergrund gibt es dazu hier:
Shared Context - Hans-Böckler-Stiftung (boeckler.de)

Astrid Westhoff

„Die Frauen in den Kitas ermöglichen den Frauen in den Familien ein Berufsleben und fördern unsere Jüngsten professionell. Jetzt in der Pandemie sind sie besonders den Ansteckungsrisiken in der Notbetreuung ausgesetzt und erkranken häufiger als viele andere Berufsgruppen.“

Katarina und Simone
© ver.di
Ingrid und Simone
© ver.di
Janina
© ver.di

Katarina und Simone

„Gesamtfrauenvertretung der BSR in Aktion: Anlässlich des Weltfrauentages hat sich unsere neu eingestellte junge Kollegin Katarina dazu entschlossen, ver.di-Mitglied zu werden.

Katarina: Seit 4 Monaten bin ich Assistentin der Gesamtfrauenvertretung. Erst dadurch ist mir bewusst geworden, wie wichtig eine starke Frauenvertretung und eine starke Gewerkschaft sind.

Simone: Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht, deshalb setze ich mich auch in meiner neuen Funktion als Gesamtfrauenvertreterin der BSR aktiv dafür ein.“

Ingrid und Simone

Gesamtfrauenvertreterin  der BSR, Simone Sabrowski, im Gespräch mit Ingrid Schramm, Vorsitzende des Landesbezirksfrauenrates Berlin-Brandenburg.

„Gerade in dieser Krisenzeit ist es enorm wichtig, weiterhin Ansprechpartnerin für unsere Frauen zu sein, denn die Doppelbelastung durch Homeoffice und Kindererziehung bzw. homeschooling bleibt immer noch zu oft an den Frauen hängen.“

Janina

Sie sagt: „Wir Frauen sind die Mehrzahl im Gesundheitswesen – wir sind rund um die Uhr für unsere Patienten mit vollem Einsatz da, hochkonzentriert.

Corona zeigt die vielen Schwachstellen!

In ver.di organisiert kämpfen wir für bessere Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung! Sei dabei!“

Rosa Luxemburg
© Jörg A. Klitscher
Monika Günterberg
© ver.di
Kathi Jolitz
© ver.di

Monika Günterberg

„Durch die Pandemie ist im Lebensmittelhandel der Arbeitsdruck extrem groß, aufgrund der Systemrelevanz, während   andere Einzelhändler um ihre Existenz bangen müssen. Gerade im Einzelhandel, sind überwiegend Frauen beschäftigt, die zum größten Teil auf ihre Arbeit angewiesen sind, wir werden alles versuchen auch in dieser Branche, die Arbeitsplätze zu erhalten und nicht nur für Applaus sorgen, sondern für relevante Löhne.“

Kathi Jolitz

„Die häusliche Gewalt gegenüber Frauen hat während der Pandemie stark zugenommen. Hier widmen sich die Mitarbeiterinnen von 'Raupe &Schmetterling' diesen Frauen in Not u a. mit Beratung, Weitermittlung, Hilfe zur Selbsthilfe.“

Kathi Jolitz
© ver.di
Kathi Jolitz
© ver.di
Kathi Jolitz
© ver.di

Kathi Jolitz

„Durch den derzeit erhöhten Bedarf an Blutprodukten ist das meist weibliche medizinische Personal besonders gefordert. Es gilt, die Spender*innen fachgerecht und sicher zu versorgen.“

Kathi Jolitz

„Coronabedingt bleiben viele Geschäfte geschlossen. Der Konsum hat sich online, aber auch auf die übrigen Einkaufsmöglichkeiten verlagert. Die Kassierer*innen im Einzelhandel können dem menschlichen Kontakt nicht entfliehen. Um uns, die Bevölkerung mit dem tagtäglichen Bedarf zu versorgen, riskieren sie ihre Gesundheit. Sie sind sie auf die Schutzwirkung von medizinischer Maske und Plexiglas angewiesen. Ihnen gebührt Respekt und großer Dank“

Kathi Jolitz

„Durch den Lockdown sind die Läden geschlossen. Der Online-Handel blüht. Da obliegt es den Postbot*innen und Lieferant*innen, größere Warenmengen fristgerecht/zeitnah den Kund*innen zuzustellen.“

Hannelore

Hannelore
© ver.di

ver.di Kampagnen