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Zum 1. Mai

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Zum 1. Mai

(86) 29.05.2017

Zum 1. Mai – dem Tag der Arbeit: ver.di-Kritik an Personalpolitik des Berliner Senats 

Zum 1. Mai – dem Tag der Arbeit – kritisiert ver.di die Personalpolitik des Berliner Senats. Wenn es nicht sehr schnell gelingt, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu verbessern, steuert der Senat den öffentlichen Dienst der Stadt in eine äußerst schwierige Lage, warnt ver.di. Mit ihrem Koalitionsvertrag hat die neue Regierung bereits gute Ansätze formuliert, die auch von der Gewerkschaft unterstützt werden. Den guten Vorsätzen müssten jetzt auch schnell Taten folgen.
Der Berliner öffentliche Dienst ist der größte Arbeitgeber in der Stadt. "Es wird Zeit, dass der rot-rot–grüne Senat endlich die notwendigen Maßnahmen einleitet, um den öffentlichen Dienst fit für die Zukunft zu machen und sich für gute Arbeitsbedingungen einsetzt", sagte heute Daniela Ortmann, Vorsitzende des Hauptpersonalrates.

Dieses Gremium vertritt die Interessen von 135.000 Landes- und Bezirksbeschäftigten. "Wir kritisieren vor allem, dass der neue Senat, der inzwischen schon fast ein halbes Jahr im Amt ist, die drängenden Personalfragen nicht zur Chefsache macht", so Daniela Ortmann. Um überhaupt den aktuellen Stand von rund 105.000 besetzten Stellen (gleich 135.000 Beschäftigte) halten zu können, müssten angesichts der altersbedingten Abgänge einerseits und der Aufgaben durch die wachsende Stadt andererseits in den kommenden Jahren jährlich etwa 10.000 Neueinstellungen vorgenommen werden. Leider gibt es aber nicht nur einen gravierenden Fachkräftemangel, sondern die Arbeitsbedingungen bei den Berliner Behörden scheinen für Nachwuchskräfte nicht mehr attraktiv zu sein. Schon jetzt ist es außerordentlich schwer, die notwendigen Verwaltungsfachleute, Erzieherinnen, Ingenieure, Amtsärztinnen oder auch Feuerwehrleute zu finden und für eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst zu begeistern. Es sei bedauerlich, so die HPR-Vorsitzende, dass es im Senat noch nicht mal einen eigenen Staatssekretär gebe, der sich ausschließlich mit Personalthemen beschäftigt.

"Der öffentliche Dienst wird es in den kommenden Jahren sehr schwer haben, geeignetes Personal für die vielen offenen Stellen zu finden, Ausbildung besser zu gestalten und auszubauen, Stellenbesetzungsverfahren effizienter zu gestalten und die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeberin zu verbessern", so Daniela Ortmann. Daher brauche die Stadt nicht nur schnell ein funktionierendes, tragfähiges und sachbezogenes Personalkonzept, sondern auch ein gutes und strukturell eigenständiges Personalmanagement. 

Für Rückfragen:
Daniela Ortmann, HPR-Vorsitzende, mobil: 0176 / 20 12 19 68 und
Roland Tremper, stellvertretender ver.di-Landesbezirksleiter, mobil: 0170 / 57 48 500.

 

 

 

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