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Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ)

Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ)

(88) 14.05.2018

Tarifverhandlungen bei der Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH (CPPZ) gestartet  

Am heutigen Montag, den 14. Mai haben die Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CPPZ begonnen. Die CPPZ ist eine 100%-Tochter der Charité in die im Jahr 2009 sämtliche therapeutischen Leistungen an der Charité (Physiotherapie, Ergotherapie und medizinische Bademeister) ausgegliedert wurden. In dem Betrieb arbeiten ca. 65 Beschäftigte unter den Konditionen des Tarifvertrags der Charité (TVöD) und ca. 110 Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Die Beschäftigten ohne Tarifvertrag verdienen bis zu 30% weniger als ihre KollegInnen mit Charité-Vertrag. Die ver.di Tarifkommission fordert für die CPPZ die Anwendung des Tarifvertrags der Charité. „Die Charité hat Ende letzten Jahres stolz verkündet, dass sie nun in den Flächentarifvertrag des Öffentlichen Dienstes zurückkehrt. In diesem Flächentarifvertrag hat man sich mit der neuen Entgeltordnung für eine dringend notwendige Aufwertung der therapeutischen Berufe entschieden. Genau diese Berufe, werden durch das Outsourcing der Charité abgewertet. Inzwischen herrscht auch in diesem Bereich Fachkräftemangel. Politik und Krankenhausleitungen begehen hier sehenden Auges die gleichen Fehler, die zum katastrophalen Fachkräftemangel in der Pflege geführt haben.“ erklärt ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel.

Über die Anwendung des TVöD hinaus fordert ver.di Verbesserungen bei der Freistellung für Fortbildungen und eine Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen. „Dass wir die Forderung zur Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen bei einer 100%-Landestochter immer noch stellen müssen, ist ein Armutszeugnis für die Berliner Regierungskoalition. Das AGH hatte die Abschaffung dieser Befristungsformen in den landeseigenen Tochterfirmen bereits am 30. November 2017 beschlossen. In der betrieblichen Realität ist dieser Beschluss noch nicht angekommen“ erklärt Kunkel abschließend.

Die CPPZ hat an dem ersten Verhandlungstermin kein eigenes Angebot vorgelegt. Es sind weitere Verhandlungstermine für den 21. Juni und 11. Juli verabredet worden. 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, Gewerkschaftssekretär FB 3 - Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, mobil: 0160 / 25 25 906. (heute) 

Heike Spies FB 3 - Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, mobil: 0170 5748543 (morgen)

 

 

 

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