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(141) 28.07.2017

Charité: nach vier Verhandlungsrunden kaum Bewegung in Neuverhandlung zum Tarifvertrag zu Mindestbesetzung – ver.di bereitet Aktionen vor 

Seit Anfang Juli verhandeln ver.di und die Charité über die Verbesserung des TV Gesundheitsschutz an der Charité. ver.di hatte den Tarifvertrag zur Gesundheitsförderung und zur Festlegung von Mindestbesetzungen insbesondere im Pflegebereich mit einem Streik im Jahr 2015 durchgesetzt. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Tarifvertrag von der Charité  nicht verbindlich eingehalten wird. So werden bis heute nach Auffassung von ver.di bei Unterbesetzungen auf den Stationen keine ausreichenden Maßnahmen zur Entlastung von Seiten der Charité ergriffen, wie sie der Tarifvertrag vorsieht. 

Der Tarifvertrag ist am 30. Juni 2017 ausgelaufen. ver.di verfolgt in den Neuverhandlungen mit der Charité das Ziel, das der Arbeitgeber verpflichtet wird Maßnahmen zur Entlastung bei Unterbesetzung verbindlicher umzusetzen. „Es kann nicht sein, dass auf vielen Stationen bereits  Tage im Voraus die Unterbesetzung bekannt ist und weder zusätzliches Personal eingesetzt, noch Leistungen z.B. durch Bettensperrungen oder Aufnahmestopp für neue Patienten eingeschränkt werden“, erklärt Carsten Becker, Mitglied der ver.di-Tarifkommission an der Charité. 

„ver.di hat inzwischen mehrere Vorschläge vorgelegt, wie die Verbindlichkeit des Tarifvertrags verbessert werden kann. Auch nach vier Verhandlungsrunden hat uns die Charité zu den wesentlichen ver.di-Forderungen vor allem erklärt, was sie nicht will. Bis heute gibt es keine konkreten Vorschläge der Charité, wie die Verbindlichkeit des Tarifvertrags verbessert werden kann. Die Geduld der Beschäftigten wird damit erheblich strapaziert“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

ver.di bereitet nun Aktionen vor, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di Verhandlungsführer, kalle.kunkel@verdi.de; 0160-25 25 906

 

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