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BSR-Tochter

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BSR-Tochter

(137) 21.07.2017

Tarifabschluss bei Berlin Recycling GmbH  – deutliche Gehaltssteigerungen 

Nach sechs Verhandlungsrunden hat ver.di bei der 100prozentigen BSR-Tochter Berlin Recycling GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2017 ein Tarifergebnis erzielt, welches den Beschäftigten ein deutliches Einkommensplus zusichert. Zuvor waren zwei ganztägige Streiktage notwendig geworden, die berlinweit zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Entsorgung von Papier/Pappe und Glas sowie Gewerbemüll geführt hatten. Ein unbefristeter Erzwingungsstreik stand kurz bevor. 

Die Tarifvertragsparteien verständigten sich auf einen Haustarifvertrag zum Entgelt, nachdem die bundesweiten Tarifverhandlungen in der privaten Entsorgungswirtschaft im Flächentarifvertrag mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) ergebnislos von ver.di beendet wurden, da es seitens des Arbeitgeberverbandes BDE keinerlei Bereitschaft gab, dem bestehenden Fachkräftemangel durch einen zukunftsgerichteten Tarifvertrag entgegenzuwirken. 

Der Tarifvertrag beinhaltet eine Einmalzahlung von 700 Euro sowie Lohnsteigerungen von 2,8 Prozent ab 01. Juli 2017 sowie 2,4 Prozent ab 01. Januar 2018 mit einer Gesamtlaufzeit von zwei Jahren. „Ab Januar 2018 erhält ein Kraftfahrer bei Berlin Recycling ein Einstiegsentgelt von 13,84 EUR/Stunde (15,73EUR/Stunde Endstufe ab dem 4. Beschäftigungsjahr), beim BDE-Tarifvertrag sind es lediglich 11,95 EUR als Einstieg. Damit liegen wir mit diesem Tarifvertrag an der Spitze der Gehälter in der privaten Entsorgungsbranche“, beschreibt Ellen Naumann, ver.di- Landesfachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung Berlin/Brandenburg und Verhandlungsführerin, die Situation in der Branche.  

„Mit diesem Tarifabschluss wird es gelingen, den bestehenden Mangel an Kraftfahrern bei Berlin Recycling zu reduzieren“, ist sich die Gewerkschafterin sicher, „Außerdem kann endlich darauf verzichtet werden, täglich über 30 Leiharbeiter zu Billiglöhnen zu beschäftigen“, führt die Verhandlungsführerin von ver.di weiter aus. Vielmehr könne diesen Personen, die zum Teil langjährig als Leiharbeiter für die 100-ige BSR Tochter tätig sind, nun auch eine Perspektive als Müllwerker direkt im Betrieb geboten werden.  

„Mit diesem Tarifvertrag ist endgültig klar, dass der bundesweite Arbeitgeberverband BDE als Tarifpartner nicht mehr in Frage kommt", so Ellen Naumann. ver.di sei inzwischen bundesweit in der privaten Entsorgungsbranche dabei, über Haustarifverhandlungen die Einkommenssituation der Beschäftigten zu verbessern. Dem BDE sei es weder gelungen, weitere Arbeitgeber für ihren Verband zu gewinnen, noch gäbe es die Bereitschaft zu zeitgemäßen Tarifverträgen, die den Fachkräftemangel berücksichtigen.  

In Berlin laufen aktuell die Verhandlungen mit den Mechanisch-Physikalischen-Stabilisierungsanlagen, einem gemeinsamen Unternehmen von BSR und ALBA.  

Für Rückfragen: Ellen Naumann, Landesfachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung, Tel. 0175 / 5871637. 

 

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