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Streik bei der CFM

Gesundheitswesen

Streik bei der CFM

(223) 08.12.2017

Streik an der CFM – Kundgebung vor dem Charité-Aufsichtsrat am 11. Dezember 2017 

Am 8. und 11. Dezember 2017 ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Charité-Facility-Management (CFM) zum Streik auf. Hintergrund ist die Blockade eines Abschlusses durch die CFM-Geschäftsführung. Der Regierende Bürgermeister hatte öffentlich die Einführung eines Grundlohns von 11 € als Übergangslösung angekündigt. Mit der Übergangslösung sollte die Zeit überbrückt werden, in der noch private Investoren an der CFM beteiligt sind. Diese Beteiligung endet am 31. Dezember 2018. Die CFM-Geschäftsführung fordert jedoch von ver.di eine Laufzeit des Tarifvertrags bis 30. Juni 2020 und blockiert damit eine Tariferhöhung ab Dezember 2017. Der zuständige Staatssekretär Steffen Krach hatte auf dem SPD Parteitag am 11.11.2017 wörtlich angekündigt, die CFM solle nach seinen Vorstellungen „dann ab dem 1.1.2019 einen Tarifvertrag abschließen, der eine Annäherung an den TVöD beinhalten muss“. 

„Das die Beschäftigte zu dieser Frage überhaupt noch streiken müssen, ist ein politisches Armutszeugnis. Die Versprechungen sind klar. Leider müssen wir an der CFM immer wieder einen Widerspruch zwischen den öffentlichen Ankündigungen des Senats und der Realität am Verhandlungstisch feststellen. Es fehlt der Politik gegenüber den Tochterunternehmen entweder die Durchsetzungsfähigkeit oder der Durchsetzungswille, um die Versprechen, die in der Öffentlichkeit und gegenüber der eigenen Partei gemacht werden, auch umzusetzen“, erklärt der zuständige ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

Am 11. Dezember 2017 findet ab 14:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Charité-Aufsichtsrat (Sitzungsort: Charitéplatz 1) statt. 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, Tel: 030 – 8866 5258 oder mobil: 0160 – 25 25 906.

 

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