Pressemitteilungen

Botanischer Garten

Botanischer Garten

22.12.2017

Nach zähen Verhandlungen hat sich der Betriebsrat des Gemeinschaftsbetriebs Botanischer Garten und Botanisches Museum (BGBM) mit der Freien Universität Berlin (FU Berlin) auf einen Interessenausgleich geeinigt. Die Beschäftigten der ausgelagerten Tochter BG BGBM können nun klar geregelt an die FU Berlin zurückgeführt werden.

Nach der erfolgreichen Tarifbewegung in 2015 / 2016 hatte die Freie Universität Berlin im Frühjahr 2017 angekündigt, die ausgelagerte Tochter wieder in die Freie Universität einzugliedern. Trotzdem gestalteten sich die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und der Freien Universität in den letzten drei Monaten sehr zäh, da die Positionen u.a. bei den Saisonkräften und dem Technikservice auseinandergingen.

ver.di kritisierte die Ausgliederung des Technikservice aus dem Garten an die Freie Universität Berlin (siehe Pressemitteilung vom 13.12.2017). Der Vertreter des Wissenschaftssenats im Kuratorium, Steffen Krach, hatte sich nach Diskussionen im Hauptausschuss und Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses Berlin gemeinsam mit dem Gesamtpersonalrat der Freien Universität für eine Eingliederung in die Zentraleinrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum (ZE BGBM) eingesetzt. Zwar konnte die Eingliederung des Technikservice in die ZE BGBM nicht erreicht werden, dafür wurde ein überwiegender Einsatz der Techniker des Technikservice im Botanischen Garten und Museum gemäß dem Beschluss des Kuratoriums der Freien Universität vom 15.12.2017 im Interessenausgleich festgeschrieben.

ver.di und Betriebsrat der BG BGBM sehen es weiterhin kritisch, dass der Personalrat der ZE BGBM beim Einsatz der Techniker nicht mitbestimmen kann, da Technikservice und Gartenservice im Garten eng verzahnt sind. Gemeinsam wurde aber erreicht, dass der Personalrat der ZE BGBM an Gesprächen zur Regelung der neuen Verfahrensabläufe mit beteiligt werden soll.

Der Interessensausgleich umfasst weiterhin Regelungen zur Überleitung der Beschäftigten in den TV-L FU. Regelungen für die Saisonkräfte wurden im Interessensausgleich nicht getroffen, aber jeder hat eine verbindliche Zusage für die Weiterbeschäftigung in 2018 erhalten. Auch für die Minijobber, die über den nun aufzulösenden Gemeinschaftsbetrieb an die ZE BGBM entliehen waren, konnte auf Betreiben des Personalrates der ZE BGBM und des Gesamtpersonalrates der FU Berlin eine Beschäftigung an der Freien Universität erreicht werden. Durch das schnelle Insourcing durch die Freie Universität profitieren alle Beschäftigten schon in 2018 von der Betriebsrente VBL und dem vollen Umfang des TV-L FU Berlin.

Für Rückfragen: Jana Seppelt, ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, mobil: 0151 / 1594 8842, Mail: jana.seppelt@verdi.de

 

Pressekontakt

Pressestelle
ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Pressesprecher/in: Dr. Andreas Splanemann
Köpenicker Str. 30
10179 Berlin
presse.bb@verdi.de
Tel.: 030/8866-4111
Fax: 030/8866-4905