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Streik bei Alba (Meldung Nr. 2)

Streik bei Alba (Meldung Nr. 2)

22.12.2017

Am heutigen Freitag, dem 22. Dezember 2017 begann um 4.00 Uhr der Streik der Beschäftigten der ALBA Logistik GmbH am Standort Standort Hultschiner Damm. Sowohl die Früh- als auch die Mittagsschicht traten in den Ausstand. Durch den Streik gibt es erhebliche Beeinträchtigungen in Berlin, Königs Wusterhausen und Fürstenwalde bei der Entsorgung der Gelben Tonne/Gelber Sack. Aufgrund der bevorstehenden Feiertage und dem Jahreswechsel ist ein kurzfristiges Nachholen der Entsorgung nicht möglich.

Anlass für den Streik sind die festgefahrenen Verhandlungen zu einem Entgelttarifvertrag. Nach der 2. Verhandlungsrunde hat die Arbeitgeberseite eine Erhöhung ihres aus ver.di-Sicht unzureichenden Angebotes abgelehnt und keinen weiteren Verhandlungstermin mehr zugesagt.

ALBA zahlt aktuell Müllwerkern den Mindestlohn der Branche von 9,10 Euro sowie Kraftfahrern zwischen 9,70 Euro und 10,65 Euro. In Betrieben mit Tariflohn wie z. B. bei der Berlin Recycling GmbH sind aber Löhne zwischen 12,34 Euro bis 15,42 Euro für Müllwerker bzw. 13,84 Euro bis 15,73 Euro für Kraftfahrer in 2018 üblich. Im Öffentlichen Dienst liegt der Lohn sogar noch höher bei aktuell 12,44 Euro – 15,51 Euro für Müllwerker und 13,26 Euro bis 17,62 Euro für Kraftfahrer. Hier steht über die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst eine weitere Erhöhung in 2018 noch aus.

Die ALBA Logistik GmbH Berlin hat 200 Beschäftigte und ist u. a. für die berlinweite Entsorgung der Gelben Tonne/Gelber Sack sowie Gewerbemüll, Krankenhausmüll, Containerdienste für die Berliner Stadtreinigung BSR sowie die Entsorgung des Gelben Sacks in Königs Wusterhausen und Fürstenwalde zuständig. Das Unternehmen hat 4 Standorte (Hultschiner Damm, Montanstraße, Marzahnerstraße und Wriezen).

„Wir sind an natürlich einer einvernehmlichen Lösung interessiert und fordern den Arbeitgeber daher auf, sein unzureichendes Angebot nachzubessern und wieder in Verhandlungen mit ver.di einzutreten“, sagte Ellen Naumann, ver.di Verhandlungsführerin und Leiterin des Fachbereichs Ver- und Entsorgung Berlin Brandenburg. Gebe es hingegen keine Bewegung in dem Tarifkonflikt, seien weitere Streiks nicht ausgeschlossen. 

Für Rückfragen: Ellen Naumann, Landesfachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung und Verhandlungsführerin, (Tel. 0175 / 5871637) bzw. Quentin Foth, Betreuungssekretär für die private Abfallwirtschaft Berlin, (Tel. 0171 / 5529495)

 

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