Besoldung

DGB Besoldungsreport

DGB Besoldungsreport

Die Gesetzgeber missbrauchen ihr einseitges Gestaltungsrecht bei der Besoldung

Elke Hannack

Jahrelang war es üblich, die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst eins zu eins auf die Beamten und Beamtinnen von Bund, Ländern und Gemeinden zu übertragen. Seit 2006 können die Bundesländer von dieser Regelung abweichen und die Tarifverträge nur teilweise übertragen. Außer Bayern machen alle Bundesländer von dieser Regelung Gebrauch. Das hat zu tiefen Einschnitten geführt - und zu großen regionalen Unterschieden. In der Besoldungsgruppe A7 etwa beträgt der Abstand zwischen Bayern und Berlin rund 13 Prozent. "Die Gesetzgeber missbrauchen so ihr einseitges Gestaltungsrecht bei der Besoldung", kritisiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.